Wagner über Bundestrainer Flick: «Der Gamechanger»

Bundestrainer Hansi Flick hat bei der Nationalmannschaft eine neue Entwicklung in Gang gesetzt - findet Ex-Auswahlspieler Sandro Wagner und lobt Flick daher als «Gamechanger». Ein ehemaliger DFB-Kapitän sagt, was Flick bis zur WM-Endrunde nun noch tun muss.
Sandro Wagner (M) spricht neben Michael Ballack (l). © Lukas Barth/dpa

Die früheren Nationalspieler Michael Ballack und Sandro Wagner setzen für die WM große Hoffnungen in Bundestrainer Hansi Flick. «Wenn man mit den Jungs oder dem Staff bei der Nationalmannschaft spricht, hört man raus, dass Hansi Flick der Gamechanger ist. Es herrscht wieder eine frische Leistungskultur im Team, es ist ein anderer Zug drin», sagte Wagner bei einem Termin des Streamingdienstes DAZN in München. Flick habe zwar noch kein Turnier gehabt, aber man sehe schon jetzt den klaren Spielstil.

Der langjährige Nationalmannschaftskapitän Ballack, wie Wagner DAZN-Experte, bewertet den Start des Nachfolgers von Joachim Löw positiv. «Hansi hat Riesenvorschusslorbeeren gehabt, weil er mit seinem Erfolg beim FC Bayern einen perfekten Übergang zur Nationalmannschaft hatte. Er hat nach der nicht so optimalen Entwicklung der Nationalmannschaft die öffentliche Rückendeckung, auch dank seiner Persönlichkeit und seiner Art», sagte Ballack.

«Die Leistungen und Ergebnisse waren zum Teil durchwachsen, trotzdem hat er wieder so ein bisschen Ruhe hereingebracht. Es geht für ihn darum, etwas zu entwickeln. Das Spielermaterial ist sehr, sehr gut, deshalb ist der Anspruch hoch», sagte der 45-Jährige. «Er muss jetzt die nötige Mentalität in der Nationalmannschaft entwickeln, die es braucht, um ganz oben anzugreifen bei der WM. Das braucht Zeit und ist die Aufgabe, der er sich nun verschreiben muss mit Blick auf den Winter.»

Für die Nationalmannschaft geht es im September mit Spielen in der Nations League gegen Ungarn und England weiter. Die WM findet vom 21. November bis 18. Dezember statt. Dort trifft die deutsche Auswahl in der Vorrunde auf Spanien, Costa Rica und Japan. Bei der WM vor vier Jahren in Russland war die deutsche Auswahl in der Vorrunde als Gruppenletzter gescheitert.

© dpa
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