Nürnberg hat «Bock» auf's Franken-Derby

Kann Marc Schneider mit seiner Familie anstoßen? Der neue Trainer der SpVgg Greuther Fürth hat am Samstag Geburtstag. Seine Mannschaft tritt aber auch zum ältesten Fußball-Derby Deutschlands in Nürnberg an. Der «Club» baut kurzfristig seinen Kader um.
Nürnbergs Trainer Robert Klauß steht am Spielfeldrand. © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Nach mehr als einem Jahr herrscht in Franken wieder Derby-Stimmung. Der 1. FC Nürnberg empfängt am Samstag (13.00 Uhr/Sky) Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth zum emotionsgeladenen Lokal-Gipfel. Der «Club» steht nach seinem verpatzten Auftakt in der 2. Bundesliga vor der 269. Auflage schon unter Druck.

Wie ist die Lage bei der SpVgg Greuther Fürth?

Der neue Trainer Marc Schneider will die Bedeutung des Franken-Derbys nicht überbewerten. Er werde «ganz, ganz viel» darauf angesprochen, dass es ein «unheimlich wichtiges Spiel für die Region, für die Fans» sei, sagte der Schweizer. «Am Schluss ist es ein Spiel für die Fans. Du kannst drei Punkte holen - nicht mehr und nicht weniger.»

Schneider war im Sommer als Nachfolger von Stefan Leitl von Waasland-Beveren aus der zweiten belgischen Liga nach Franken gewechselt. «Mir ist die Bedeutung des Spiels absolut bewusst», versicherte Schneider, der am Samstag seinen 42. Geburtstag feiert. Bei einem Sieg werde er mit seiner Familie auch anstoßen.

Die im Vorfeld viel diskutierte Favoritenfrage im Derby interessiert Schneider nicht. «Ein Derby hat eigene Gesetze. Ich denke nicht, dass es Favoritenrollen zu verteilen gibt», sagte Schneider. «Wir wissen, was wir können, wir wissen, woran wir arbeiten.»

Die Fürther waren mit einem verheißungsvollen 2:2 gegen Holstein Kiel in die neue Saison gestartet. Joker Ragnar Ache konnte nach Beschwerden am Knie wieder mittrainieren. Der 1. FC Nürnberg verpatzte seinen Start mit 2:3 beim FC St. Pauli.

Wie ist die Lage beim 1. FC Nürnberg?

«Club»-Trainer Robert Klauß blickt mit «großer Vorfreude» auf das Nachbarschaftsduell. «Wenn ich jetzt daran denke, wie wir mit dem Bus zu unserem Stadion fahren, wie die Fans auf der Straße stehen mit Schal und Trikot - dafür spielen wir Fußball», schwärmte Klauß vor dem Aufeinandertreffen. «Wir haben richtig Bock.»

40.000 FCN-Anhänger hatten sich bis Donnerstag bereits ein Ticket gesichert. «Unser erstes Derby in dieser Konstellation vor Zuschauern», sagte Klauß, der die Franken seit zwei Jahren trainiert. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden seine bisherigen zwei Spiele gegen das Kleeblatt vor leeren Rängen statt. «Natürlich ist es ein besonderes Spiel. Es herrscht eine coole Stimmung in der Kabine», berichtete der Coach vor dem zweiten Saisonspiel.

Nur von ihren Emotionen wollen sich die Nürnberger in der Partie gegen den Bundesliga-Absteiger aber nicht leiten lassen. «Es geht auch darum, sich inhaltlich vorzubereiten. Mit einem guten Mix kann es ein super Spiel für uns werden», sagte Klauß.

Neben Stürmer Pascal Köpke (Aufbautraining) muss der Trainer auf die verletzten Mittelfeldspieler Lukas Schleimer und Lino Tempelmann (jeweils Bänderriss im Sprunggelenk) verzichten. Zudem wurden die Abgänge von Verteidiger Asger Sörensen (Sparta Prag) und Stürmer Manuel Schäffler (Dynamo Dresden) bekanntgegeben.

© dpa
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