«Löwen» in Osnabrück extrem effektiv: Köllner ohne Stimme

Der TSV 1860 München zeigt nach seinem Heimausrutscher die erhoffte Reaktion. Die «Löwen» beweisen beim 2:0 gegen Osnabrück viel Mentalität. Zwischendurch verlieren sie aber «komplett den Faden».
Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Am Ende war «Löwen»-Trainer Michael Köllner sprachlos. Das emotionale Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück raubte dem lautstarken Coach die Stimme. Auf der obligatorischen Pressekonferenz nach dem 2:0 (1:0) am Samstag vertrat Geschäftsführer Günther Gorenzel den heiseren Trainer des TSV 1860 München.

«Es war klar, dass es bei der hitzigen Atmosphäre eng werden würde und wir die eine oder andere brenzlige Situation zu überstehen haben», sagte Gorenzel nach dem achten Saisonsieg der Münchner in der 3. Fußball-Liga. Die Mannschaft habe aber «zu 100 Prozent» funktioniert. «Über das kämpferische Element und die Kompaktheit haben wir das Spiel auf unsere Seite gezogen.»

Eine Woche nach dem Heimausrutscher gegen den FC Ingolstadt zeigten die Münchner die erhoffte Reaktion. Der starke Abwehrspieler Jesper Verlaat mit einem Kopfball nach einer Ecke in der 7. Minute und Angreifer Meris Skenderovic (82.) nach einem zielstrebigen Konter erzielten die Tore für den Tabellenzweiten. «Wir sind sehr gut reingekommen, aber nach dem 1:0 haben wir komplett den Faden verloren. Aber wir nehmen das 2:0 mit», kommentierte Torschütze Verlaat bei Magentasport.

Köllner und seine Mannschaft benötigten im Stadion an der Bremer Brücke in etlichen Situationen auch eine gehörige Portion Glück. Die Gastgeber hatten ein Chancenplus. Hinzu kam bei 1860 ein guter Torwart Marco Hiller, der etwa einen Volleyschuss von Maxwell Gyamfi in der 75. Minute parieren konnte. Die «Löwen» waren aber extrem effektiv.

«Die Bremer Brücke ist ein ganz schweres Pflaster. Heute haben wir hier Effektivität bewiesen, so kann man auch mal ein Spiel gewinnen», befand Linksverteidiger Phillipp Steinhart. Der wieder genesene 30-Jährige gab nach fast zwei Monaten Pause sein Comeback und bereitete auch die Führung vor.

«Die deutlich bessere und agilere Mannschaft, die mehr Intensität aufs Feld gebracht hat, fußballerisch mehr Lösungen gefunden hat, hat heute 0:2 verloren», kommentierte Osnabrücks verärgerter Trainer Tobias Schweinsteiger. «Da Fußball Ergebnissport ist, raubt mir das die Argumente. Sechzig hatte heute viel Glück und einen sehr guten Torwart.»

Die «Löwen» bleiben nach dem Auswärtserfolg an Spitzenreiter Elversberg dran. Die Saarländer haben zwei Punkte mehr auf dem Konto. «Keiner kann uns heute Mentalität und Einsatz absprechen», meinte Mittelfeldspieler Yannick Deichmann. «Osnabrück hat sehr gut gedrückt, aber wir haben alles dagegengehalten. Da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie nie aufgesteckt hat.»

© dpa
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