DLR zählt seit Anfang Juli 45 größere Brände in Deutschland

Überall in Europa lodern Waldbrände, Feuerwehren kämpfen bis zur Erschöpfung gegen die Flammen. Satellitenbilder geben Aufschluss über die genaue Fläche - und darüber wie viel Substanz zerstört wurde.
Rauch steigt von einem Waldbrandgebiet in den Himmel. © Robert Michael/dpa/Symbolbild

Allein seit Anfang Juli gab es nach jüngsten Daten in Deutschland 45 größere Brände. Mehrere Tausend Hektar Wald, Busch- und Weideland seien zerstört worden, berichtet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Donnerstag. Die Experten nutzen Daten des Zentrums für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI), das vom DLR betrieben wird und das eine online frei zugängliche Landkarte mit den jeweiligen Bränden in Europa veröffentlicht.

Grundlage der Karte sind unter anderem Satellitendaten, die in neuer Detailliertheit das Ausmaß der Waldbrände in Europa anzeigen. «Wir können nicht nur sagen, wo es gebrannt hat. Sondern auch, wie sehr die Vegetation betroffen ist. Dies ist unter anderem für die Abschätzung der entstandenen Emissionen wichtig», sagte Gruppenleiter Torsten Riedlinger vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) in Oberpfaffenhofen, das ebenfalls zum DLR gehört.

Für einen besonders großen Brand südlich der französischen Stadt Bordeaux erkannten die Satelliten zum Beispiel eine verbrannte Fläche von fast 8100 Hektar - und registrierten auch den Verlust an Substanz. «Es handelte sich um einen besonders schweren Brand, bei dem dichter Wald zerstört wurde. Wir können das über einen speziellen Index feststellen, der die verbrannte Biomasse anzeigt», sagte Riedlinger.

Auch in Deutschland kämpfen die Feuerwehren gegen Waldbrände, die durch die extreme Trockenheit begünstigt werden. Am schlimmsten wüteten die Feuer laut DLR-Mitteilung demnach in Brandenburg bei Falkenberg, wo es auf 780 Hektar brannte, und in der Sächsischen Schweiz in der Grenzregion zu Tschechien. Grenzübergreifend waren dort 1160 Hektar betroffen.

Die Daten zu den Bränden stammen von den beiden Sentinel-3 Satelliten, die zum europäischen Copernicus-Programm gehören und auf ihren Umlaufbahnen in etwa 800 Kilometern Höhe Europa jeden Tag überqueren. Über ihre optischen Systeme erfassen die Sentinel-3 Satelliten die Erdoberfläche mit einer Bodenauflösung von etwa 300 Metern.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Ost-Java: Indonesien: 127 Tote bei Ausschreitungen nach Fußball-Spiel
Games news
Featured: FIFA 23: Die besten Tipps für den Start ins Spiel
Tv & kino
Filmfest Hamburg: Fatih Akin und Diane Kruger feiern «Rheingold»-Premiere
Games news
Featured: Slime Rancher 2: Tipps – Nektar abbauen, Strahlendes Erz finden & mehr
Handy ratgeber & tests
Featured: Archero-Tipps: Gibt es Cheats oder Promo-Codes für das Handyspiel?
Handy ratgeber & tests
Featured: Gibt es Promo-Codes im Oktober 2022 zu RAID: Shadow Legends?
Internet news & surftipps
Autobauer: Tesla-Chef Musk führt Roboter-Prototypen vor
Wohnen
Hydraulischer Abgleich : Nicht umlegbar: Kosten für Heizungsoptimierung
Empfehlungen der Redaktion
Wetter
Trockenheit: DLR: Seit Anfang Juli 45 größere Brände in Deutschland
Wetter
Umwelt: Alarmierende Daten: Fünf Prozent der Waldfläche weg
Wetter
Trockenheit und Hitze: Spanien kämpft weiter gegen Waldbrände
Regional sachsen anhalt
Forstministerium: Wieder mehr Waldbrände in Sachsen-Anhalt
Regional bayern
Umwelt: Waldbrandgefahr steigt: Höchste Warnstufe im Süden
Regional bayern
Trockenheit: Waldbrandgefahr in Brandenburg hoch: Sorge vor dem Sommer
Regional berlin & brandenburg
Truppenübungsplatz: Waldbrandgefahr weiter hoch: Feuer in Döberitzer Heide
Regional mecklenburg vorpommern
Umwelt: Regen lässt Waldbrandgefahr im Nordosten kräftig sinken