Bayern-Fußballerinnen geknickt nach Barça-Gastspiel

Der FC Barcelona ist eine Nummer zu groß für die Fußballerinnen des FC Bayern. Im Champions-League-Gruppenspiel wird ein Zuschauerrekord aufgestellt.
Trainer Alexander Straus vom FC Bayern. © Ulrich Gamel/Kolbert-Press/dpa/Archivbild

Nach ihrem Champions-League-Auftritt bei Topteam FC Barcelona vor fast 50.000 Zuschauern im ehrwürdigen Camp Nou herrschte bei den Fußballerinnen des FC Bayern Ernüchterung. «Wir sind natürlich enttäuscht über das Ergebnis. Wir haben das Spiel in den 20 Minuten nach der Halbzeit aus der Hand gegeben», sagte die englische Stürmerin Georgia Stanway nach dem 0:3 (0:0) am Donnerstagabend. «Barcelona hat ein unglaubliches Team. Aber wir wissen, wo unsere Fehler waren und daran müssen wir in den nächsten Trainingseinheiten und Spielen arbeiten.»

Die Münchnerinnen traten in den ersten 45 Minuten sehr organisiert auf. «Leider haben wir unsere Tempo-Gegenstöße nicht konsequent zu Ende gespielt. Wir wussten, dass es sehr schwierig werden würde», sagte Bayern-Trainer Alexander Straus nach dem Gastspiel vor 46 967 Fans - Rekordkulisse in der Gruppenphase der Königsklasse.

Nach dem Rückstand durch die Brasilianerin Geyse (47. Minute) erhöhten die spanischen Topfavoritinnen auf den Titel den Druck und kombinierten sich immer besser bis vor das Tor von Maria-Luisa Grohs. «Barcelona hatte auch schon in der ersten Halbzeit die ein oder andere Chance. Aber gegen so ein Team kann man nicht alles verhindern», meinte Abwehrspielerin Maximiliane Rall. «Es ist bitter, dass wir direkt nach der Halbzeit in 20 Minuten drei Gegentore kassieren, das macht es natürlich schwierig.»

Aitana Bonmati (60.) und Claudia Pina (66.) mit einem sehenswerten Fernschuss aus rund 23 Metern erhöhten für die dominanten Gastgeberinnen. Spitzenreiter in Gruppe D bleibt Barça mit nun neun Punkten und dem beeindruckenden Torverhältnis von 16:1. Direkt dahinter liegt der FC Bayern mit sechs Zählern aus drei Partien. Am 7. Dezember empfangen die Münchnerinnen den FC Barcelona.

«In der zweiten Hälfte waren wir nicht so präsent und konnten nach vorne leider wenig Akzente setzen. Jetzt gilt es zu analysieren, woran es lag, dass wir es in der Allianz Arena besser machen können», sagte Offensivspielerin Klara Bühl.

© dpa
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