Zufriedene Fürther und offene Fragen: Was wird aus Leitl?

01.05.2022 Die SpVgg Greuther Fürth ist mit der drittletzten Station ihrer Erstliga-Tournee zufrieden. Weiter gerätselt wird über die Zukunft von Trainer Leitl und dessen Nachfolger in Franken. Ein Lob gibt's vom gegnerischen Trainer.

Der Fürther Trainer Stefan Leitl gibt ein Interview. © Daniel Löb/dpa/Archiv

Mit dem Auftakt seiner Abschiedstour bei der SpVgg Greuther Fürth war Trainer Stefan Leitl absolut einverstanden. «Grundsätzlich bin ich zufrieden mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, wie die Mannschaft sich präsentiert hat nach dem Abstieg letzte Woche», sagte der 44 Jahre alte Trainer nach dem 1:1 (1:0) beim 1. FC Union Berlin.

Mit dauerhaften Leistungen der Franken wie in der ersten Hälfte, in der Union-Trainer Urs Fischer Fürth als «die klar bessere Mannschaft» sah, wäre vielleicht mehr drin gewesen in dieser Saison. Doch auch so war der Auftritt ehrenwert. Die Spielvereinigung will die letzten Tage dieser Saison in der Fußball-Bundesliga und mit Coach Leitl auskosten.

Doch wer folgt auf den Aufstiegstrainer? Und wo wechselt dieser hin? Das sind die großen Fragen für die kommenden Tage oder Wochen. Zweitligist Hannover 96 gilt als aussichtsreicher Kandidat für eine Leitl-Verpflichtung. Wer der neue Mann an der Seitenlinie der Fürther wird, darüber wird ebenfalls munter spekuliert. Die Namen Michael Köllner, Achim Beierlorzer, Frank Kramer oder Daniel Farke machten schon die Runde. Wirklich belastende Indizien für einen Kandidaten gab es noch nicht.

Beierlorzer und Kramer haben eine Fürther Vergangenheit. Doch ob ihre Spielphilosophie zu den Franken passt? 1860-Coach Köllner war einst Nachwuchstrainer in Fürth und fiebert mit dem fränkischen Bundesliga-Absteiger immer noch mit. Er wies aber alle Spekulationen zurück. «Es gab in den letzten Tagen, Wochen nicht ein Gespräch mit einem sportlich Verantwortlichen von Greuther Fürth», sagte Köllner.

Der «Löwen»-Trainer dürfte sich aber über die Leistung in der Hauptstadt gefreut haben. Beinahe wäre der Absteiger dort sogar zum großen Party-Crasher geworden für die Berliner, die weiter auf Kurs für die erneute Qualifikation für den Europacup sind. Branimir Hrgota (33. Minute) sorgte am Freitagabend zum Auftakt des 32. Spieltages für die Fürther Führung im Stadion An der Alten Försterei. Nach einem schlimmen Patzer von Nick Viergever war Michel (72.) aber noch zur Stelle.

«Ein Punkt ist heute nicht genug, wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen», haderte Viergever und sprach damit aus, was viele Fürther fühlten. «Wir spielen gut Fußball, kontrollieren das Spiel in der ersten Halbzeit. Zweite Halbzeit verlieren wir ein bisschen die Kontrolle und geben das Tor her, mit einem einfachen Fehler. Ich hätte den Ball rausschießen müssen. Wir haben in dem Moment zu viel Risiko genommen.»

Auch Kapitän Hrgota konstatierte ein «gutes Spiel». Einen ähnlichen Auftritt erhofft er sich auch bei den beiden zumindest vorerst letzten Stationen der Fürther Bundesliga-Tournee: Am kommenden Samstag ist Borussia Dortmund zu Gast, am 14. Mai steht das Freistaat-Duell beim FC Augsburg an.

© dpa

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