Mainz wieder mit Burkardt: Rechnung offen in Augsburg

Mainz ist gut aus den Startlöchern gekommen. Gegen Augsburg kann das Svensson-Team aber mit einem unangenehmen Abnutzungskampf wie gegen Union Berlin rechnen. Dafür ist ein wichtiger Stürmer wieder dabei.
Ein Fußballspieler spielt den Ball. © Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

Den FSV Mainz 05 und den FC Augsburg verbindet eine mittlerweile über zehnjährige Bundesliga-Präsenz als Immer-Wieder-Abstiegskandidaten - eine innige Freundschaft aber nicht. Vor dem nächsten Aufeinandertreffen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der Fuggerstadt kommt die Erinnerung an die letzte Begegnung im April wieder hoch. Diese wurde durch einen von Florian Niederlechner gegen Torhüter Robin Zentner herausgeholten Elfmeter entschieden - wofür sich Schiedsrichter Mattthias Jöllenbeck später entschuldigte.

Darauf angesprochen, zuckte FSV-Trainer Bo Svensson bei der Pressekonferenz am Donnerstag erst die Achseln. «Bei mir persönlich spielt das keine große Rolle», sagte der 43 Jahre alte Däne, ergänzte dann aber: «Strittig würde ich den Elfmeter nicht nennen - das war keiner. Das ist schon eine zusätzliche Motivation.»

Der 1:2-Niederlage vorausgegangen waren einige Irritationen um die Verschiebung der Partie, weil die Mainzer jede Menge Corona-Fälle hatten. Augsburgs Präsident Klaus Hofmann beklagte sich später über «mangelnde Transparenz» beim Gegner.  

Der FCA hat jedenfalls die vergangenen sechs Heimspiele gegen die 05er alle gewonnen, fünf in der Liga sowie das Pokalspiel 2018. «In den letzten Jahren waren wir in Augsburg nicht besonders erfolgreich. Das ist ein schweres Auswärtsspiel. Für einen Sieg müssen wir viel Arbeit leisten», sagte Svensson.

Immerhin kann der Mainzer Coach erstmals in dieser Bundesliga-Spielzeit seinen U21-Europameister Jonathan Burkardt einsetzen. Der Stürmer hat seine Oberschenkelzerrung auskuriert. «Er hat alles mitgemacht, es sieht gut aus», sagte Svensson. Ob der 22-Jährige in der Startelf stehen wird, ließ der Trainer offen: «Das werden wir sehen. Wir waren auch in der Lage vier Punkte zu sammeln, ohne dass Jonny gespielt hat. Aber jeder weiß auch, welche Qualität er mitbringt.»

Mit dem Pokalsieg beim FC Erzgebirge Aue sowie dem 2:1-Erfolg in Bochum und dem 0:0 gegen Union Berlin sind die Mainzer gut gestartet. «Wir wissen jetzt, dass wir in einer guten Verfassung sind. So haben wir uns das vorgestellt», sagte der Ex-Augsburger Dominik Kohr. Kapitän Silvan Widmer hat sogar das Gefühl, «dass noch viel mehr Potenzial in der Mannschaft steckt.»

Für die Mainzer gibt es in Augsburg ein Wiedersehen mit Julian Baumgartlinger, der zwischen 2011 und 2016 für die Rheinhessen spielte und dessen Vertrag bei Bayer Leverkusen ausgelaufen war. Der 34 Jahre alte Österreicher wurde am Dienstag vom FCA verpflichtet. «Obwohl er solange raus war, hat er einen sensationellen Fitnessstand», sagte Augsburgs Trainer Enrico Maaßen über den Mittelfeldspieler.

© dpa
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