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BMW-Finanzvorstand nach drittem Quartal hochzufrieden

Der Münchner Autobauer spürt Rückenwind - von der Nachfrage bis zu den Rohstoffpreisen. Pläne der EU für Anti-Dumping-Zölle auf Autos aus China trüben den Ausblick allerdings: BMW fürchtet Vergeltung.
BMW
Vor einem Werk steht das Logo von BMW. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

BMW zeigt sich mit den Verkaufs- und Auftragszahlen zufrieden. Finanzvorstand Walter Mertl sagte am Freitag: «Bei uns läuft es gut.» Die Verkaufszahlen lägen im vergangenen Quartal wie in den ersten neun Monaten um mehr als 5 Prozent über den Vorjahreszeiträumen. Die Auftragseingänge seien hoch. Gerade für E-Autos gebe es in Deutschland und Europa deutlich mehr Bestellungen. In China wachse BMW dank seiner Oberklasseautos stärker als der Markt, und «wir verdienen gutes Geld», sagte Mertl. Auch in Amerika sei BMW positiv unterwegs.

«Die Energiepreise und die Rohstoffpreise spielen uns momentan in die Karten», sagte Mertl. Die Quartalsbilanz will BMW am 3. November vorlegen.

Probleme mit Lieferketten

Sorgen machen dem Autobauer die Lieferketten: «Es stockt nach wie vor», sagte Mertl. Die Verfügbarkeit von Zügen und Lastwagen in Europa sei ein Problem, das sich im kommenden Jahr fortsetzen dürfte. In Mexiko, wo BMW den 3er und 2er baut, laufe es in den Häfen inzwischen besser, aber noch nicht normal. Zunehmende Probleme gebe es auch bei den Zulieferern: «Vielen unserer Lieferanten geht’s nicht so gut.» Es gebe Insolvenzen. Selbst große Zulieferer hätten mit der Transformation zu kämpfen. Dazu kämen hohe Energie-, Material- und Lohnkosten.

Äußerst kritisch bewertet der BMW-Vorstand Überlegungen der EU-Kommission, Anti-Dumping-Zölle auf staatlich subventionierte chinesische E-Autos zu verhängen. «Ich halte Strafzölle nicht für die geeignete Maßnahme», sagte Mertl. «Das schaukelt sich gegenseitig hoch.» Die chinesischen Gegenmaßnahmen könnten gravierend sein: «Das wird alle treffen, die in China Geschäfte machen.»

Autos für China aus China

BMW verkauft 31 Prozent seiner Autos in China. 90 Prozent davon werden vor Ort gebaut. Aus China exportiert BMW bislang nur den iX3 und ab 2024 auch den Elektro-Mini nach Europa. Deshalb habe die EU dem chinesischen Gemeinschaftswerk auch schon Fragebögen zugeschickt, sagte Mertl. Umgekehrt exportiert BMW Oberklasseautos wie den 7er aus dem bayerischen Dingolfing und den X7 aus den USA nach China.

E-Minis werde BMW ab 2026 auch im Werk in Oxford bauen können. Allerdings drohten schon ab kommendem Januar zehnprozentige Importzölle zwischen der EU und Großbritannien. Das werde die Autos in und aus Großbritannien teurer machen und die aus Asien und Amerika stärken.

Höhere Profite erhofft sich der Finanzchef von einem zentralisierten Direktvertrieb in Europa: ab 2024 für den Mini, 2026 für alle BMW-Autos. Der Kunde könne dann nicht mehr die Händler abklappern und beim dritten oder vierten einen günstigeren Preis aushandeln.

© dpa
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