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Ambitionen und Alltagsprobleme beim Start ins Wintersemester

Mit dem Wintersemester beginnt für Zehntausende Erstsemester ein neuer Lebensabschnitt. Der Freistaat hofft auf geniale Erfinder und große Erklärer. Doch der Start ist für manche erst mal schwierig - aber nicht, weil das Studium so kompliziert wäre.
Hörsaal
Studenten sitzen in einem Hörsaal. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Zwei Wochen nach dem Start an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften hat das Wintersemester in Bayern auch an den Universitäten begonnen. Nach Angaben von Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) gibt es rund 404.000 Studierende. Das sei Rekordniveau, ähnlich wie schon im Vorjahr, als es rund 400.000 waren, sagte Blume am Montag zum Vorlesungsbeginn an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Für manche dürfte der Semesterstart allerdings mit Schwierigkeiten verbunden sein. Vor allem in Städten wie München ist bezahlbarer Wohnraum Mangelware.

Unter den Studentinnen und Studenten im Freistaat sind rund 67.500 Erstsemester, gut 2000 mehr als im vergangenen Herbst. «Unsere Gesellschaft braucht geniale Erfinder genauso wie große Erklärer. In Zeiten wie diesen brauchen wir wissbegierige junge Menschen, die Lust haben anzupacken und die Welt nach Ihren Vorstellungen zu gestalten», gab Blume den Studienanfängern mit auf den Weg. Sieben Milliarden Euro investiert der Freistaat dieses Jahr nach Angaben Blumes in Forschung und Lehre, in allen Disziplinen. Die Zuschüsse für die Studierendenwerke seien dieses Jahr um 34 Prozent erhöht worden.

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) sorgt sich jedoch um die soziale Lage der Studentinnen und Studenten und verweist auf fehlende Wohnungen und teils extrem hohe Mieten. Allein beim Studierendenwerk München Oberbayern stünden 12.000 Menschen auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz. Das sei ein Strukturdefizit des deutschen Hochschulsystems und ein soziales Problem. «Die Zahl der staatlich geförderten Studienplätze ist seit dem Jahr 2007 um 52 Prozent gestiegen, die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze bei den Studierendenwerken nur um 7 Prozent - diese Schere darf nicht noch weiter auseinandergehen», bemängelte der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl. «Die Wahl des Studienortes darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.»

Anbuhl forderte, das Bafög zu erhöhen. Die Wohnkostenpauschale von 360 Euro im Monat reiche in einer deutschen Hochschulstadt kaum für ein WG-Zimmer, in München müsse man dafür 720 Euro bezahlen. Der Forderung nach einem höheren Bafög schloss sich der neu konstituierte Landesstudierendenrat an. Große Sorgen bereiteten den Studierenden zudem die Lage bei KfW-Studienkrediten, sagte Sprecher Torsten Utz. Die Zinsen seien enorm gestiegen, das sei ein soziales Desaster.

Bayernweit gibt es 86 Hochschulstandorte, darunter 10 Universitäten, 17 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und 6 Kunsthochschulen. Fast die Hälfte der Studierenden sind Frauen, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Gut zwei Drittel der Studentinnen und Studenten haben sich an einer Universität eingeschrieben.

Besondere Schwierigkeiten gibt es in Würzburg. Die frisch sanierte zentrale Mensa der Julius-Maximilians Universität sollte eigentlich zum Wintersemester wieder eröffnen. Doch daraus wird vorerst nichts. Bei Funktionstests seien Störungen an den raumlufttechnischen Anlagen aufgetreten, heißt es in einer Mitteilung. Es werde aber intensiv an einer Lösung gearbeitet. Alternativen für hungrige und durstige Studierende will unter anderem das Studentenwerk bieten.

© dpa
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