Rekord nach Kartenfestival: 1860 München in Bierzeltlaune

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Der TSV 1860 München untermauert in einem turbulenten Spiel seine Position als Aufstiegsaspirant und stellt den Startrekord der 3. Liga ein. Rekordverdächtig ist auch die Leistung des Schiedsrichters.
Münchens Trainer Michael Köllner steht im Stadion. © Robert Michael/dpa/Archivbild

«Löwen»-Trainer Michael Köllner schielte nach dem nächsten Sieg und der untermauerten Tabellenführung in der 3. Fußball-Liga schon in Richtung Wiesn. «Vor dem Oktoberfest haben wir vier harte Aufgaben. Wir wollen auf die Wiesn mit einem richtig guten Gefühl gehen. Also müssen wir viermal noch richtig Vollgas geben», forderte der Oberpfälzer im BR Fernsehen von seinem TSV 1860 München. Die ein oder andere Maß Bier hätten sich die Sechziger schon nach dem 3:1 am Freitag über den Halleschen FC verdient gehabt.

Mit fünf Siegen aus fünf Spielen haben die ambitionierten Münchner den Drittliga-Startrekord der Offenbacher Kickers aus der Saison 2010/11 eingestellt. In der Historie der «Löwen» ist es schon jetzt der erfolgreichste Auftakt. «Dass wir nach wie vor eine weiße Weste haben, hätten uns im Vorfeld wenige zugetraut. Außergewöhnlich», befand Köllner.

Geht da sogar noch mehr? «Nicht ausgeschlossen», sagte der Fußball-Lehrer. «Wir haben eine hohe Qualität und eine Mannschaft, die alles dafür tut, um zu gewinnen.» Ein Dreier nächste Woche bei Viktoria Köln und die «Löwen» wären alleiniger Rekordhalter.

Im mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Grünwalder Stadion war am Freitag lediglich die Leistung des Unparteiischen rekordverdächtig. Einmal Rot, einmal Gelb-Rot und elf Mal Gelb: Schiedsrichter Steven Greif ging nicht gerade zimperlich mit dem Verteilen der Karten um. «Es war extrem unruhig, keiner wusste mehr auf dem Feld, wie er Zweikämpfe spielen soll», monierte Köllner die teils umstrittenen Entscheidungen.

Neben allerlei Verwarnungen und je einer Roten Karte wurde auch Fußball gespielt. Ein feiner Volleyschuss von Martin Kobylanski (34.) hatte den Münchner Sieg eingeleitet. Yannick Deichmann (61.) und Joseph Boyamba (79.) per Foulelfmeter legten nach. «Vom Punkt bin ich ein kalter Hund», sagte der Mittelfeldspieler nach seinem Debüttreffer für den TSV. Das zwischenzeitliche Anschlusstor von Halles Andor Bolyki (74.) blieb am Ende ohne Ertrag.

Nun gilt es, «diesen Spirit beizubehalten», forderte Mittelfeldspieler Deichmann, «dann schaut's gut aus» - sowohl in der Tabelle als auch für die geplante Oktoberfestsause.

© dpa
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