1860-Coach Jacobacci nach Sieg: «Geht nicht um mich»

1860 München bejubelt den Premierensieg mit Trainer Maurizio Jacobacci. Ob er auch über das Saisonende hinaus Coach der «Löwen» bleibt, lässt der 60-Jährige offen.
Maurizio Jacobacci, TSV 1860-Trainer. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Maurizio Jacobacci ballte nach dem Schlusspfiff die Fäuste und schrie lauthals seine Freude und Erleichterung über seinen Premierensieg heraus. Als Trainer des Fußball-Drittligisten TSV 1860 München konnte der 60-Jährige beim überzeugenden 3:1 gegen den zuletzt formstarken FC Erzgebirge Aue seinen ersten Erfolg bejubeln. «Ich bin wirklich sehr stolz auf mein Team. Was es geleistet hat, was für eine Laufbereitschaft es an den Tag gelegt hat, das ist wirklich bemerkenswert gewesen», lobte Jacobacci in Aue.

Acht Spiele lang waren die Münchner zuvor ohne Sieg. Auch Jacobacci musste immerhin bis zu seiner vierten Partie warten, um erstmals drei Punkte einzufahren. Von Verunsicherung war im Erzgebirgsstadion aber plötzlich nichts mehr zu spüren. 1860 war im Kräftemessen mit dem Zweitliga-Absteiger von Beginn an hellwach und das klar bessere Team. «Die erste Halbzeit war eine fantastische Halbzeit von unserem Team», schwärmte Jacobacci.

Kapitän Stefan Lex (16. Minute) und Albion Vrenezi (36.) belohnten die eindrucksvolle Vorstellung der «Löwen» vor 10 869 Zuschauern. Nach der Pause erzielte der stark aufspielende Lex das 3:0 (59.). «Wir alle sind froh, dass wir einfach wieder ein Spiel gewonnen haben. Das haben wir uns die letzten Wochen Stück für Stück erarbeitet», sagte Doppel-Torschütze Lex voller Erleichterung. Für Aue war nicht mehr als der Treffer von Paul-Philipp Besong drin (71.). Dennoch ärgerte sich Jacobacci über das Gegentor. «Weil ich auch zu null spielen wollte.»

Auf die Frage, ob er sich mit dem Erfolg auf eine Weiterbeschäftigung bei den Giesingern beworben habe, wollte der Coach nicht eingehen. «Es geht nicht um mich. Ich bin da, um seriöse Arbeit abzuliefern und dem Team meine Winnermentalität einzuimpfen.» Es sei wichtig gewesen, wieder ein «Wir-Gefühl» zu schaffen, betonte Jacobacci. «Ich habe gerne mit diesem Team gearbeitet - auch wenn es schwierig war in der letzten Zeit.»

© dpa
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