«Löwen» verärgert nach erster Heimpleite: «Das war zu wenig»

Der TSV 1860 München verliert seinen Heim-Nimbus. Im Derby gegen den FC Ingolstadt kassieren die «Löwen» einen Dämpfer. Trainer Köllner ist nicht nur mit seinem eigenen Team unzufrieden.
Trainer Michael Köllner von München kommt vor dem Spiel in das Stadion. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Michael Köllner war bedient. Sein TSV 1860 München verlor sein erstes Heimspiel in dieser Drittligasaison und rutschte nach der Derby-Niederlage gegen den FC Ingolstadt auch noch von der Tabellenspitze. Vor allem die Anfangsphase seiner «Löwen» beim 1:2 (0:1) am Samstag gefiel dem Fußball-Lehrer nicht. «Das war zu wenig. Wir haben zu langsam Fußball gespielt, waren zu statisch, dadurch konnte sich der Gegner immer wieder sortieren. Unser Spiel war aus der Viererkette zu behäbig und zu träge», kritisierte Köllner.

Seine Mannschaft habe es viel zu oft mit langen Bällen versucht. «Das ist nicht unser Spiel, den Ball nach vorne zu klopfen und auf den zweiten Ball zu hoffen», erläuterte Köllner nach der zweiten Saisonniederlage.

Marcel Costly brachte den Zweitliga-Absteiger aus Ingolstadt in der 15. Minute mit einem traumhaften Linksschuss von der rechten Seite in Führung. Kurz vor dem Ende des umkämpften Nachbarschaftsduells erhöhte Patrick Schmidt (88.). Der Anschlusstreffer von Meris Skenderovic per Kopf (90.+3) gegen mutige Gäste kam zu spät.

Der TSV, der auf den verletzten Kapitän Stefan Lex verzichten musste, gab damit im sechsten Heimspiel dieser Saison erstmals Punkte ab und rutschte hinter den SV Elversberg auf den zweiten Tabellenplatz ab.

«Das tut extrem weh», meinte Torwart Marco Hiller über die Niederlage vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Grünwalder Stadion. «Wir müssen uns die Niederlage aber selbst zuschreiben.» Ingolstadt sei «zweimal vors Tor» gekommen und habe «daraus zwei Tore» gemacht. «Das ist bitter», konstatierte Hiller.

Bitter war auch, dass die Münchner im Vorwärtsgang auf den letzten Metern zu wenig Entschlossenheit zeigten. Köllner regte sich dennoch auch über Schiedsrichter Benjamin Brand auf. Seiner Ansicht nach hätten die Ingolstädter David Kopacz und Moussa Doumbouya vorzeitig mit Gelb-Rot den Platz verlassen müssen. «Wenn man sich die Szenen im Fernsehen anschaut, sieht man schon, dass der Schiedsrichter zweimal Ingolstadt am Leben gelassen hat», befand Köllner.

Die Ingolstädter feierten dagegen einen wichtigen Sieg, um im Aufstiegsrennen nicht vorzeitig abgehängt zu werden. «Wir waren vielleicht einen Tick gieriger und griffiger», meinte Trainer Rüdiger Rehm über seine Schanzer. «Wir haben ein verdammt gutes Spiel gemacht, waren von der ersten Sekunde an richtig gut im Spiel, haben ihr Pressing kaum zugelassen und haben versucht, konsequent auf das Tor zu spielen», sagte Angreifer Pascal Testroet und war stolz auf das «sehr gute Spiel».

© dpa
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