In den Himmel: Tor-Spektakel gibt «Löwen» Rückenwind

Ein «richtig geiles Spiel» erleben die Fans in Dresden. In einem Sieben-Tore-Spektakel setzt der TSV 1860 München gleich zu Beginn seiner Aufstiegsmission in der 3. Fußball-Liga ein Zeichen. Der nächste Gegner in Schwarz-gelb hat aber ein ganz anderes Format.
Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Die «Löwen» fühlten sich nach ihrem irren Auftakt in der 3. Fußball-Liga wie auf Wolken gebettet. «Das war unser Ziel, dass wir aus dieser Hölle einen Himmel machen. So jubeln wir in diesem Stadion», sagte der verschwitzte Münchner Trainer Michael Köllner nach dem Tor-Spektakel in Dresden.

Vor 24 046 leidenschaftlichen Fans im hitzigen Rudolf-Harbig-Stadion sendete der TSV 1860 München am Samstag zum Ligastart gleich das erste kraftvolle Zeichen im Aufstiegskampf. Mit 4:3 (2:0) entschieden die «Löwen» bei Zweitligaabsteiger Dynamo Dresden einen wilden Schlagabtausch für sich.

Sie sammelten damit Selbstvertrauen für den nächsten Gegner in Schwarz-gelb: Im längst ausverkauften DFB-Pokal-Kracher gegen Vizemeister Borussia Dortmund will der Traditionsverein aus Giesing am Freitag (20.45 Uhr) die nächste Show abliefern. «Wir fahren mit drei Punkten nach Hause und hoffen, dass uns der Sieg Rückenwind für die nächsten Aufgaben gibt», sagte Köllner.

Die ersten 90 Minuten dieser Saison, in der die «Löwen» die Rückkehr in die 2. Bundesliga schaffen wollen, hatten es in sich. Sieben Tore und Emotionen pur machten Lust auf mehr.

Nach einer Flanke von Münchens Kapitän Stefan Lex wollte Kevin Ehlers die brenzlige Situation klären, bugsierte den Ball in der achten Minute aber ins eigene Tor. Die Sechziger waren danach effektiv. Kurz vor der Pause umkurvte Rückkehrer Tim Rieder (36.) die Dynamo-Abwehr und schob ins lange Eck ein.

«Wir haben eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, sie gut kontrolliert, die Stimmung gut im Griff gehabt», befand Köllner, der in Marco Hiller einen lange nicht zu überwindenden Torwart hatte.

In der Schlussphase wurde es richtig stürmisch. Der eingewechselte Marcel Bär (68./71.) traf für die Münchner, Dresden machte es durch Tore der früheren Nürnberger Dennis Borkowski (70./82.) und Manuel Schäffler (74.) nochmal richtig spannend.

«Das war eins der anstrengendsten Spiel in meiner Karriere», resümierte 1860-Neuzugang Fynn Lakenmacher, der in der Spitze rackerte und individuelle Dresdner Fehler immer wieder ausnutzte. «Die Stimmung im Stadion hat gekocht, für einen Außenstehenden war das sicher ein richtig geiles Spiel. Ich bin froh, dass wir bei dem Tor-Festival eins mehr als der Gegner geschossen haben.»

Köllner umarmte nach dem erlösenden Schlusspfiff seinen Kapitän Lex und riss erleichtert die Arme in die Höhe. Die «Löwen» sind jetzt bereit für die nächsten Herausforderungen. «In Dresden gewinnt nicht jede Mannschaft. Auftaktspiel, fast volles Stadion, Livespiel – da musst du dich zeigen, darfst dich nicht verstecken», sagte Bär. «Wir haben die Prüfung bestanden.»

© dpa
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