«Bockstarke» Sechziger feiern Skenderovic und Startrekord

Viertes Spiel, vierter Sieg - der TSV 1860 München startet in der 3. Liga so gut wie zuletzt vor 51 Jahren in eine Fußball-Saison. Beim 1:0 gegen Verl sticht ein Joker in der Nachspielzeit.
Ein Spielball landet im Tor. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Meris Skenderovic lebte nach seinem späten Joker-Tor die Rolle des Matchwinners in vollen Zügen aus. «Ich bin driekt zur Bank gelaufen, weil ich wusste, dass alle aufspringen werden», erzählte der 24 Jahre alte Angreifer, der dem TSV 1860 München am Samstag in der 3. Fußball-Liga mit seinem Kopfballtor in der Nachspielzeit nicht nur das 1:0 (0:0) beim SC Verl bescherte.

Die «Löwen» stellten mit dem vierten Sieg im vierten Spiel auch den Startrekord aus der Saison 1971/72 ein. Lang ist es her, entsprechend glücklich war auch Trainer Michael Köllner, der zum Torjubel in der Nachspielzeit ebenfalls auf den Rasen gestürmt war: «Wir haben eine bockstarke zweite Halbzeit gespielt. Umso überfälliger war das 0:1.»

Gerade mit den Einwechselspielern von der Bank konnte 1860 am Ende der englischen Woche noch mal entscheidend an Energie zulegen. Vor dem späten «lucky punch» von Skenderovic hatte Angreifer Fynn Lakenmacher in der 67. Minute eine Großchance noch ausgelassen.

Skenderovic stach dann als Joker. Er köpfte eine laut Köllner «sensationelle Flanke» von Christopher Lannert wuchtig ins Tor und löste damit riesigen Jubel bei seinem Trainer, den Teamkollegen und den 1860-Fans unter den 1537 Zuschauern im Stadion in Paderborn aus.

«Ich bin überglücklich, dass es endlich geklappt hat», sagte Skenderovic nach seinem ersten Saisontor. Der Jubel mit den Kollegen tat ihm gut. «Jeder hat sich auch für mich gefreut, weil ich schon in den letzten zwei Spielen sehr nah dran war. So ein besonderes Tor zum Sieg zu schießen, war etwas ganz Besonderes für mich.»

Der Start in die Saison, an deren Ende der Zweitliga-Aufstieg stehen soll, ist den «Löwen» bestens geglückt. «Stand jetzt läuft alles super. So wollen wir weitermachen», sagte Skenderovic.

Mit zwölf Punkten führt 1860 die Tabelle mit zwei Zählern Vorsprung vor den punktgleichen Verfolgern FC Ingolstadt und 1. FC Saarbrücken an, die sich am Samstag im Topspiel 0:0 trennten.

© dpa
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