Weinzierl feiert Sieg mit Nürnberg: «90 Minuten gefightet»

Endlich wieder zu Null! Dank einer starken Abwehrleistung verschafft sich der 1. FC Nürnberg Luft im Abstiegskampf. Schon am Dienstag wartet die nächste Kraftprobe.
Der Nürnberger Trainer Markus Weinzierl verfolgt das Spiel gegen Düsseldorf. © Roland Weihrauch/dpa

Die Erleichterung über seinen ersten Erfolg als «Club»-Trainer war Markus Weinzierl anzusehen. Nach dem erlösenden Schlusspfiff pustete der leidenschaftlich coachende Fußball-Lehrer des 1. FC Nürnberg kräftig durch und freute sich eine Woche nach dem 2:3 im Heimspiel gegen Holstein Kiel über ein hart erkämpftes 1:0 bei Fortuna Düsseldorf. Die Franken haben ihre Herbstkrise in der 2. Fußball-Bundesliga nach drei Niederlagen in Folge vorerst überwunden und sich Luft im Abstiegskampf verschafft.

«Wir haben die Dinge heute sehr gut umgesetzt, mit viel Leidenschaft und auch mit spielerischer Qualität. Wir haben über 90 Minuten gefightet», lobte Weinzierl die geschlossene Mannschaftsleistung. Den Siegtreffer für den «Club» erzielte vor 25.750 Zuschauern Angreifer Kwadwo Duah. Der Schweizer warf sich in der 47. Minute entschlossen in eine Hereingabe von Mittelfeldspieler Jens Castrop und verwandelte per Volley.

Im Gegensatz zu Weinzierls missglücktem Debüt gegen Kiel brachen seine Spieler gegen die heimstarke Fortuna nach einer Stunde nicht wieder ein, sondern verteidigten mit aller Härte in den Zweikämpfen konsequent bis zum Ende. «Die Art und Weise freut mich. Keiner war sich für irgendwas zu schade», sagte Kapitän Christopher Schindler, der zuletzt noch die Mentalität innerhalb der Mannschaft infrage gestellt hatte.

Den leidenschaftlichen Einsatz der Nürnberger nahm auch Torwart Christian Mathenia positiv zur Kenntnis. Nach insgesamt acht Gegentoren aus den letzten drei Spielen war der Nürnberger Schlussmann in Düsseldorf ziemlich beschäftigungslos. «Wir waren körperlich präsent, haben viele Situationen im Vorfeld unterbunden und vorne hundertprozentige Chancen kreiert», kommentierte Mathenia zufrieden. Für die Düsseldorfer war es die erste Heimniederlage seit Januar; damals gab es übrigens ebenfalls ein 0:1 gegen den «Club».

Vor allem die Raute im Nürnberger Mittelfeld mit Lino Tempelmann als Zehner funktionierte gut. Der dynamische Antreiber verpasste zwar einen Treffer, sorgte aber immer wieder für Unruhe im gegnerischen Strafraum. Weinzierl dürfte auch am Dienstag auf Tempelmann vertrauen, wenn auf den «Club» im DFB-Pokal die nächste Kraftprobe wartet. Mit einem Sieg bei Drittligist Waldhof Mannheim wollen die Nürnberger das Achtelfinale perfekt machen.

© dpa
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