«Verdienter Abstieg»: Ingolstadt muss nach 2:2 wieder runter

22.04.2022 Der FC Ingolstadt verspielt in Karlsruhe eine 2:0-Führung und steht als erster Absteiger aus der zweiten Liga fest. Geschäftsführer und Trainer richten den Blick aber schon nach vorne und auf neue Ziele.

Der Karlsruher Fabian Schleusener (r) erzielt den Treffer. © Uli Deck/dpa

Kurz keimte noch mal Hoffnung auf, doch letztlich reichte es nicht. Der Abstieg des FC Ingolstadt aus der 2. Fußball-Bundesliga ist besiegelt. Die Schanzer spielten am Freitagabend trotz 2:0-Führung nur 2:2 (1:0) beim Karlsruher SC und können den Rückstand auf den Relegationsrang 16 in den verbleibenden drei Saisonpartien nicht mehr aufholen. Der KSC indes machte zum Auftakt des 31. Spieltags auch noch den letzten Schritt zum Ligaverbleib.

Patrick Schmidt per Handelfmeter (24. Minute) und Filip Bilbija (46.) erzielten die Tore für den FCI. Fabian Schleusener (69.) und Philipp Hofmann (75.) trafen für die Badener. Ingolstadt muss damit nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder zurück in die 3. Liga.

«Es ist ein verdienter Abstieg. Das muss man akzeptieren», sagte FCI-Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer bei Sky. Dass die Mannschaft ihren Vorsprung im Wildpark nicht über die Zeit brachte, sei ein Stück weit «sinnbildlich» für ihre Saison gewesen. Man wolle sich nun aber «nicht einschüchtern lassen», sondern ein Team zusammenstellen, das ab Sommer wieder um den Aufstieg mitspielen kann. «Es tut sehr weh, trifft uns aber nicht unvorbereitet», sagte Coach Rüdiger Rehm und kündigte an, in der neuen Runde «wieder voll anzugreifen».

Die Gäste-Führung durch Schmidt nahm dem KSC vor 16.655 Zuschauern erstmal den Wind aus den Segeln. Keine 30 Sekunden nach der Pause erhöhte Bilbija per Abstauber sogar für den FCI. Karlsruhes Trainer Christian Eichner belebte sein Team mit einem Vierfachwechsel in der 53. Minute aber noch mal. Schleusener und Torjäger Hofmann trafen per Kopf, fast hätte der KSC die Partie sogar noch ganz gedreht.

Für die Schanzer war es von Anfang an eine Saison zum Vergessen. Seit dem sechsten Spieltag standen sie in der Tabelle durchgehend auf einem direkten Abstiegsplatz. Ligaweit holten sie in dieser Spielzeit bislang die wenigsten Siege (4) und schossen die wenigsten Tore (28). Dazu kassierten sie die meisten Niederlagen (19).

Auf den glücklosen Ex-Trainer Roberto Pätzold, der den Posten erst im Sommer übernommen hatte, folgte Ende September der noch glücklosere André Schubert. Und Rehm als dritter Coach brachte seit seinem Amtsantritt Anfang Dezember nicht mehr die erhoffte Wende. In seinen bisherigen 15 Partien holte er gerade mal 13 Punkte.

Dennoch soll der 43-Jährige den Neuaufbau des FCI mitgestalten. Der Club wird mit Rehm und Sportdirektor Malte Metzelder in die neue Saison gehen, wie Geschäftsführer Beiersdorfer unter der Woche bereits angekündigt hatte. Der Kader indes dürfte großflächig umgebaut werden. Immerhin, wenn man es positiv sehen möchte, hat der FCI durch den frühzeitigen Abstieg hier schon Planungssicherheit. In den vergangenen drei Jahren ging es jeweils noch in die Relegation.

© dpa

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