Fürth am Tiefpunkt: «Schockierter» Azzouzi klagt Spieler an

Acht Spiele, kein Sieg - die Krise bei Greuther Fürth spitzt sich zu. Beim 1:2 in Magdeburg sieht Sportchef Azzouzi eine «Nichtleistung» und fordert eine Reaktion. Für Trainer Schneider wird es eng.
Fürths Sebastian Griesbeck (r) und Oussama Haddadi stehen nach dem Schlusspfiff auf dem Feld. © Swen Pförtner/dpa

Rachid Azzouzi war «echt schockiert». Der Fürther Sportdirektor klagte nach dem 1:2 (1:1) der Spielvereinigung im Kellerduell beim Aufsteiger 1. FC Magdeburg und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz der 2. Fußball-Bundesliga aber erst einmal die eigenen Profis an und weniger den erfolglosen Trainer Marc Schneider.

«Es ist super unbefriedigend, wie wir auftreten. Wir haben keine Zweikämpfe geführt, geschweige denn gewonnen. Das ist erschreckend. Das war gar nichts, das war einfach nur schlecht. Das muss ich erstmal verdauen und sacken lassen. So wie die Mannschaft aufgetreten ist, war das eine Nichtleistung», sagte der 51-Jährige bei Sky.

Auf die Frage, ob es einen neuen Impuls auf der Trainerbank geben müsse, antwortete Azzouzi spontan ausweichend: «Erstmal braucht die Mannschaft einen Impuls aus sich heraus. Man kann immer den Trainer infrage stellen, aber da macht man es den Spielern zu einfach. Wir brauchen nächste Woche eine Reaktion.» Dann empfangen die Franken im letzten Spiel vor der Länderspielpause Tabellenführer SC Paderborn.

In Magdeburg sind die Fürther an einem weiteren Tiefpunkt angekommen. Das lange und zunehmend zermürbende Warten auf den ersten Saisonsieg geht weiter. Der Druck auf Coach Schneider und die Vereinsführung wächst. Moritz Kwarteng erzielte in der 86. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss das Siegtor für den Aufsteiger. Mit nur vier Punkten aus acht Partien stürzte Fürth ans Tabellenende.

Neuzugang Damian Michalski hatte in der 42. Minute mit einem Kopfballtor nach Ecke von Marco John die Magdeburger Führung durch Christiano Piccini (37.) ausgeglichen. Vor 18.955 Zuschauern waren die Gastgeber nach der Pause das deutlich aktivere und auch bessere Team. Fürths Torwart Andreas Linde stand mehrfach im Brennpunkt.

Der Fürther Torwart hielt einen Flachschuss von Magdeburgs Tatsaya Ito (66.), der nach seiner Einwechslung für viel Schwung sorgte. Glück hatten die Gäste bei einem Lattenschuss von Amara Condé (73.). Dann traf Kwartang aus 17 Metern in den Torwinkel. Von Fürth kam offensiv nach der Pause bis auf einen Schuss von Julian Green (84.) praktisch nichts. Die Krise beim Kleeblatt hat sich zugespitzt.

© dpa
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