«Boom» in letzter Minute: Duah-Hammer erlöst 1. FC Nürnberg

Ein Traumtor von Neuzugang Duah sorgt für Nürnberger Euphorie in der Nachspielzeit. Dank einer Leistungssteigerung verdienen sich die Franken ihren zweiten Dreier. Der Trainer ist nur halb zufrieden.
Der Nürnberger Kwadwo Duah reagiert auf eine Aktion. © Daniel Löb/dpa/Archivbild

Das Nürnberger Last-Minute-Tor verwandelte sogar den sonst so ruhigen «Club»-Trainer Robert Klauß kurzzeitig in ein Feierbiest. Als Siegtorschütze Kwadwo Duah in der dritten Minute der Nachspielzeit mit ausgebreiteten Armen auf die Nürnberger Bank zustürmte, hielt es auch den Trainer des fränkischen Fußball-Zweitligisten nicht mehr auf dem Sitz. «Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wie wir alle miteinander gejubelt haben und hat definitiv Spaß gemacht», sagte Klauß nach dem späten 2:1 beim SV Sandhausen.

Der 16-Meter-Hammer des 25 Jahre alten Neuzugangs trieb Mitspieler, Trainer und den vollgepackten Gästeblock in der Nachspielzeit am Samstag zur Begeisterung. «Es freut mich, dass ich dem Team helfen und den Fans einen Sieg schenken konnte», sagte Duah, der sein zweites Saisontor am Abend auf Instagram mit «Boom» kommentierte.

Die Nürnberger hatten nach dem miserablen 0:3 gegen Heidenheim eine Reaktion angekündigt. «Das ist uns in der ersten Halbzeit nicht gelungen. Das muss man ganz klar sagen», gestand Klauß. Nach einem Gegentor durch Bashkim Ajdini und wenigen spielerischen Highlights hatte vieles auf die dritte Saisonniederlage der Franken hingedeutet. «Zu wenig Mut, zu wenig Energie. So wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, kann man hier keine Punkte mitnehmen», monierte Klauß.

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Nürnberger zurück ins Spiel und Neuzugang Christoph Daferner (49.) glich nach einem Eckstoß per Kopf aus. «Der frühe Ausgleich hat uns gutgetan. Danach haben wir uns immer wieder Chancen erspielt und es uns dann echt verdient», befand der Torschütze.

Mit einer La-Ola-Welle feierten die Nürnberger Kicker vor den mitgereisten Fans ihren zweiten Saisonsieg. Klauß dachte da wohl schon an den Heimspiel-Knaller gegen den Hamburger SV: «Die Lehre aus dem Spiel muss sein, dass wir unser Gesicht aus der zweiten Halbzeit immer bringen», forderte der FCN-Coach.

© dpa
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