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Wilder Schluss: Grifo rettet Freiburg ein 3:3 gegen Gladbach

Freiburg kann nach dem Aus im DFB-Pokal den nächsten Dämpfer noch abwenden. Grifo trifft spät vom Punkt zum 3:3 und verlängert die Sieglos-Serie der Gladbacher im Breisgau.
SC Freiburg - Bor. Mönchengladbach
Gladbachs Trainer Gerardo Seoane lacht vor dem Spiel. © Jöran Steinsiek/dpa

Vincenzo Grifo hat dem SC Freiburg im ersten Spiel nach dem Aus im DFB-Pokal zumindest einen Punkt gesichert. Beim 3:3 (1:3) gegen Borussia Mönchengladbach traf der italienische Fußball-Nationalspieler am Samstag in der sechsten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter. Damit warten die Gäste auch nach dem 16. Anlauf weiter auf einen Sieg in Freiburg.

Dabei sah es nach den Treffern des später verletzt ausgewechselten Jordan Siebatechu (25. Minute), Alassane Plea (29.) und Julian Weigl (39./Foulelfmeter) lange Zeit danach aus, als würde diese Serie enden. Der Sport-Club war durch Lucas Höler in Führung gegangen (7.) und vor dem umjubelten Ausgleich brachte der eingewechselte Noah Weißhaupt (70.) Freiburg wieder ran.

Während die Gladbacher unter der Woche ins Achtelfinale des Pokals eingezogen waren, musste der Sport-Club nach der Endspielteilnahme in diesem Jahr den Traum von einer Rückkehr nach Berlin begraben. Beim 1:3 gegen Zweitligist SC Paderborn passte wenig zusammen. Für Streich ging es deswegen in erster Linie darum, die Grundtugenden wieder zu zeigen. «Wir brauchen geringe Abstände, Mentalität, Zweikampfverhalten und Mut mit dem Ball. Wir brauchen alles auf dem Platz, was in uns drinsteckt, um bestehen zu können», hatte der Coach gesagt.

Und zunächst sah es auch so aus, als würde seinen Spielern das gelingen. Merlin Röhl - einer von insgesamt fünf neuen Spielern im Vergleich zur Paderborn-Pleite - tauchte frei vor Moritz Nicolas auf, scheiterte aber am Gladbacher Schlussmann (2.). Zudem schaffte es Höler nicht, den Ball über die Linie zu befördern (6.). Eine Minute später machte er es nach einem Zuspiel von Röhl besser und brachte die Gastgeber vor 34.700 Zuschauern in Führung.

Die Borussia, die vor dem zehnten Spieltag nur eine Partie in der Fremde verloren hatte, startete verhalten. Aus dem Nichts durften sie dann aber jubeln - und zwar zwei Mal innerhalb weniger Minuten: Siebatcheu sorgte nach einem Freistoß per Kopf für den Ausgleich. Plea nutzte kurz darauf seinen Freiraum und drehte beinahe spielerisch die Partie. Freiburgs Innenverteidiger Matthias Ginter hatte sich nach vorn gewagt und den Ball verloren, Nebenmann Philipp Lienhart den Torschützen nicht entscheidend gestört.

Die Freiburger gaben die Partie trotz starker Anfangsphase aus der Hand und wurden vor dem Pausenpfiff ein drittes Mal bestraft. Nachdem sich der Videoschiedsrichter eingeschaltet hatte, entschied der Unparteiische Felix Brych auf Strafstoß. Den ersten Versuch parierte Noah Atubolu, doch wieder meldete sich Günter Perl - der Elfmeter wurde wiederholt. Freiburgs Schlussmann hatte sich zu früh bewegt. Diesmal verwandelte Weigl.

Sichtlich mitgenommen vom zwischenzeitlichen Einbruch seiner Mannschaft rieb sich Streich die Augen. Sollte der 58-Jährige die Hoffnung auf Besserung gehabt haben, wurde er nach dem Seitenwechsel zunächst enttäuscht. Zwar hatte der Sport-Club mehr Ballbesitz. Zwingende Situationen entstanden daraus aber selten.

Streich reagierte und bewies ein glückliches Händchen. Der eingewechselte Weißhaupt sorgte mit seinem ersten Tor für die Freiburger Profis für den Anschlusstreffer. In der Schlussphase rannten die Hausherren an und konnten die zweite Heimniederlage tatsächlich noch abwenden. Bei einem missglückten Klärungsversuch von Gladbachs Nico Elvedi fehlte noch das Glück. Der Ball landete nur auf der Latte des eigenen Tores. Doch dann war mal wieder Grifo zur Stelle.

© dpa ⁄ Maximilian Wendl, dpa
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