Pack die Badehose ein... - Neue Hitzewelle im Südwesten

Sommer ist prinzipiell die Zeit von Sonnenbaden und Sonnenbrand, von Eisschlecken und Klimaanlage. Doch Trockenperioden und Hitzewellen wie dieser Tage gehen auch mit allerhand negativen Folgen einher.
Die Sonne scheint am Himmel. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Pünktlich zur ersten Sommerferienwoche erreicht Baden-Württemberg eine neue Hitzewelle. Für Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst Temperaturen von bis zu 29 Grad im Bergland und bis zu 36 Grad im Breis- und Kraichgau. Am Donnerstag könnten es dann am Oberrhein und in höheren Lagen bei blauem Himmel 38 Grad werden. Der Wind weht nur schwach. Erst am Freitagnachmittag könnte es mitsamt Schauern und teils schweren Gewittern etwas kühler werden.

Zwischen dem ausgeprägten Tief «Heidelore» nördlich von Schottland und Hoch «Normen» mit Schwerpunkt über Osteuropa gelangt von Süden zunehmend sehr heiße Luft nach Deutschland, wie die Meteorologen am Dienstag erläuterten. Im Laufe der Woche erwärme sich die eingeflossene Luft. Zu rechnen sei mit einer starken Wärmebelastung.

Mangels Regen steigt auch die Waldbrandgefahr wieder: In weiten Teilen Baden-Württembergs gelten am Mittwoch die beiden höchsten der fünf Warnstufen. Donnerstag verschärft sich die Lage noch einmal, bevor sie sich - nach den erwarteten Schauern - zum Wochenende hin wieder entspannen soll. Manche Behörden wie das Landratsamt Freudenstadt sperrten aus Sicherheitsgründen Feuer- und Grillstellen in Wäldern. Schon ein Funke genüge, um einen Brand zu entfachen.

An gut drei von vier Gewässern im Südwesten (77 Prozent) herrscht Niedrigwasser. «Die Niederschläge Ende vergangener Woche im Südosten des Landes führten in den betroffenen Gebieten nur zu einem vorübergehenden, leichten Anstieg der Wasserstände», heißt es bei der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg in Karlsruhe. Von Januar bis Juli seien nur rund 70 Prozent des früher üblichen Niederschlages gefallen. Zudem sei die Luft überdurchschnittlich warm gewesen.

Als Konsequenz ist es den Menschen mancherorts verboten, Wasser aus Bächen, Flüssen, Teichen, Seen oder auch Gräben zu entnehmen. Der Landkreis Calw kündigte eine solche Regel für den Zeitraum ab Donnerstag bis Ende September an. «Lediglich das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen wie Gießkannen und Eimern und die Wasserentnahme zum Tränken von Vieh in geringen Mengen ist noch zulässig», heißt es in der Mitteilung. Wasser dürfe nicht aufgestaut werden. Auch Trinkwasser sollten die Menschen einsparen, «wo es nur geht».

«Die Wasserstände und Abflüsse sind bedenklich gesunken und haben die kritischen Marken bereits deutlich unterschritten», erläuterte das Landratsamt. Bis Oktober dürften sie noch niedriger ausfallen. Wasserentnahmen verschärften die Situation zusätzlich.

© dpa
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