Lage an Flüssen und Seen weiter schlecht

Die Pegelstände sinken, vor allem am Bodensee könnten bald seit langem gültige Rekorde gebrochen werden. Aber es ist Regen in Sicht. Könnte das helfen?
Der Pegel des Bodensees ist am 10. August auf unter 3,10 Meter gefallen. © Felix Kästle/dpa/Archivbild

Trotz angekündigten Regens wird die Lage an den Flüssen und Seen aus Sicht der Hochwasservorhersagezentrale angespannt bleiben. Es seien zwar bis zur Wochenmitte einzelne Schauer und teils kräftige Gewitter vorhergesagt, heißt es im Lagebericht der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) von Montag. Die Niederschläge seien aber weder lang andauernd noch ergiebig genug. «Eine nachhaltige Entspannung der Niedrigwasserlage ist somit vorerst nicht in Sicht», warnen die Experten. «Zu erwarten sind allenfalls lokale und kurzfristig vorübergehende Wasserstandsanstiege.»

Vor allem am Bodensee nähert sich der Wasserstand weiter Zentimeter um Zentimeter einem Rekordwert für diese Jahreszeit. Am Montagmorgen war es der drittniedrigste an einem 15. August gemessene Stand am Pegel Konstanz seit 1850. Der Wert betrug nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale 305 Zentimeter - das sind nur noch 7 Zentimeter mehr als 1949 (298 Zentimeter) und 3 Zentimeter mehr als im Jahr 2003 (302 Zentimeter). Das Wasser des Bodensees stehe derzeit rund 90 Zentimeter niedriger, als es für die Jahreszeit üblich sei, heißt es im Lagebericht.

Für die Jahreszeit außerordentlich niedrig ist auch der Wasserstand und Abfluss im Oberrhein. Im Neckar sind die Abflüsse laut LUBW für den Monat August ebenfalls sehr niedrig. Allerdings können die Wasserstände zwischen Plochingen und Mannheim durch Stauhaltungen geregelt werden.

Von Januar bis Juli fielen in Baden-Württemberg nur rund 70 Prozent der Niederschläge des langjährigen Mittelwerts. An rund 85 Prozent der Pegel im Land liegen die Wasserstände unterhalb des niedrigsten Wasserstandes in einem durchschnittlichen Jahr. Das Wasser im Rhein bei Karlsruhe und im Neckar bei Besigheim ist zudem überdurchschnittlich warm.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sollen auch die kommenden Tage sommerliche Temperaturen mit sich bringen, es werden aber auch Gewitter und Schauer erwartet. Zwar bleibe der Dienstag voraussichtlich meist trocken, regnen soll es aber am Mittwoch, teilte der DWD mit. Vor allem im Westen seien einzelne Schauer und Gewitter möglich, später auch im Osten des Landes. Die zunehmende Bewölkung halte auch am Donnerstag an mit Regen und gewittrigen Schauern.

© dpa
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