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Wer ersetzt Guirassy beim VfB Stuttgart?

Die Aufgabe gegen das auswärtsstarke Hoffenheim ist für den VfB schwer genug. Ohne den verletzten Torjäger Guirassy wird sie nicht leichter. Eine Alternative liegt für Trainer Hoeneß besonders nah.
Sebastian Hoeneß
Trainer Sebastian Hoeneß von VfB Stuttgart. © Andreas Gora/dpa

Normalerweise würde sich Trainer Sebastian Hoeneß wohl am meisten Gedanken darüber machen, wie der VfB Stuttgart die enorme Auswärtsstärke seines Ex-Clubs TSG 1899 Hoffenheim in den Griff bekommt. Schließlich haben die Kraichgauer vor dem Baden-Württemberg-Duell in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) alle vier Spiele dieser Saison in fremden Stadien gewonnen. Vermutlich entwirft Hoeneß dafür auch eine Strategie, doch ein anderes Thema treibt ihn und das Umfeld des Vereins vor dem ausverkauften Heimspiel wohl deutlich mehr um: der Ausfall von Serhou Guirassy. 

Der 27-Jährige ist derzeit der Bundesliga-Toptorjäger, fehlt aber vorerst wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel. Und die große Frage in Stuttgart lautet: Wer kann ihn ersetzen? Und am besten so, dass der Tabellenzweite seine Erfolgsserie von sechs Siegen nacheinander fortsetzen kann. 

«Die naheliegendste Option» sei der dreifache Torschütze Deniz Undav, antwortete Hoeneß am Donnerstag. Bei seinen bisher fünf Einwechslungen habe der von Brighton & Hove Albion ausgeliehene Stürmer gezeigt, «dass er torgefährlich sein kann». Für Undav wäre es das Startelf-Debüt. Aber auch die Stürmer Jamie Leweling und Silas Katompa Mvumpa, der sich aber eher auf dem rechten Flügel wohlfühlt, oder Offensivspieler Woo-Yeong Jeong seien Alternativen. 

Wie wichtig Guirassy für die Hoeneß-Elf ist, zeigen nicht nur seine bisher 14 Tore in acht Spielen, sondern auch sein Auftreten insgesamt. Als ehrgeizige und selbstbewusste Leitfigur, die nicht nur abschließen, sondern auch mitspielen kann, treibt er das Team immer wieder an. Nun hofft Hoeneß darauf, dass der Nationalspieler Guineas seine Verletzung aus dem Spiel bei Union Berlin (3:0) bereit in etwas mehr als zwei Wochen auskuriert hat. Das wäre zum Heimspiel am 11. November gegen Vizemeister Borussia Dortmund.

Seine Bedeutung wurde den Stuttgartern schon in der vergangenen Saison vor Augen geführt - und zwar schmerzlich. Damals fehlte Guirassy im Februar und März mitten im Abstiegskampf wegen einer Adduktorenverletzung. Die unglücklichen Auftritte des VfB und der Absturz ans Tabellenende hatten auch viel mit seinem Ausfall zu tun. Und kosteten den damaligen Trainer Bruno Labbadia den Job. Pünktlich zum Amtsantritt von Hoeneß Anfang April war Guirassy wieder fit und sorgte mit dafür, dass sich der VfB in der Liga hielt. 

Seine neuerliche Pause könnte aber auch ein Testlauf für die Zeit nach einem möglichen Wechsel des Profis im kommenden Sommer sein. Dafür soll es eine Ausstiegsklausel über rund 20 Millionen Euro geben. Oder gibt es sogar schon eine für den kommenden Winter, wie spekuliert wird? Zudem wird Guirassy von Mitte Januar an mit Guinea beim Afrika-Cup in der Elfenbeinküste spielen - und dann ohnehin mehrere Wochen fehlen.

Erst einmal steht für den VfB aber die Partie gegen Hoffenheim an, die für beide Trainer ein Treffen mit alten Weggefährten ist. Denn Hoffenheims Pellegrino Matarazzo war längere Zeit Coach des VfB, Hoeneß wiederum trainierte zwischen 2020 und 2022 die Nordbadener. Die Hoffenheimer taten den Gastgebern in der vergangenen Saison weh, als sie am letzten Spieltag ein 1:1 in Stuttgart holten und die Hoeneß-Elf damit in die Relegation schickten. Zudem schauen sie in dieser Saison trotz des jüngsten 1:3 zu Hause gegen Eintracht Frankfurt wieder Richtung oberes Tabellendrittel. 

«Das wird ein richtiges Topspiel, ein Spiel auf hohem Niveau mit vielen guten Spielern», sagte Hoeneß. VfB-Mittelfeldspieler Angelo Stiller, erst im Sommer aus Hoffenheim gekommen, wies darauf hin, dass die TSG ihren besten Saisonstart überhaupt hingelegt hat. «Die spielen guten Fußball.» Der VfB bisher ebenso. Nun auch ohne Guirassy?   

© dpa ⁄ Matthias Jung, dpa
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