Klimawandel beeinträchtigt den Wald und die Wanderfreude

Eine Woche lang stand das Wandern im Remstal bei Stuttgart im Mittelpunkt. Tausende kamen, um beim Deutschen Wandertag gemeinsam unterwegs zu sein. Auch die Hitze spielte eine große Rolle.
Eine Wandergruppe läuft beim Deutschen Wandertag bei Fellbach auf einer Wanderung auf einem Waldweg. © Bernd Weißbrod/dpa

Der Erhalt der biologischen Vielfalt und der Klimawandel sind aus Sicht des Deutschen Wanderverbandes die größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Deutlich sichtbar sei der Klimawandel schon jetzt am schlechten Zustand des Waldes und der gesamten Infrastruktur für das Wandern, sagte Verbandspräsident Hans-Ulrich Rauchfuß zum Abschluss des Deutschen Wandertages am Sonntag in Fellbach bei Stuttgart laut Mitteilung. Zerstörte Wege und Wegweisungen sowie unbrauchbare Rastplätze seien hier nur Beispiele, sagte Rauchfuß.

Zum Ende des Wandertages zogen die Veranstalter eine positive Bilanz. Rund 20.000 Menschen waren aus ganz Deutschland gekommen, um seit dem 30. Juli an den über 400 Wanderungen und Veranstaltungen des Wandertags im gesamten Remstal teilzunehmen. Viele Menschen seien aufgrund der hohen Corona-Zahlen auch vorsichtig gewesen, eine große Veranstaltung zu besuchen, berichteten die Organisatoren. Einige Gebietsvereine seien deshalb nur mit kleinen Gruppen ins Remstal gereist oder dem Deutschen Wandertag ganz ferngeblieben.

«Im Südwesten schlägt das Wanderherz Deutschlands», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der Schirmherr des 121. Deutschen Wandertags war. In seiner Rede würdigte er das ehrenamtliche Engagement der Wanderverbände.

Kretschmann, selbst passionierter Wanderer, sagte, Wandernde hätten einen besonders wachen Sinn für das Artensterben. «40 Prozent aller wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg sind gefährdet, um uns herum ist es stiller geworden. Unsere biologische Vielfalt ist massiv bedroht. Uns bleiben nur noch wenige Jahre, um die Klimaerhitzung zu bremsen und um unsere biologische Vielfalt zu retten.» Er bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Wandervereine und -verbände unter anderem wegen ihrer Maßnahmen zum Landschaftsschutz.

Der Deutsche Wandertag ist nach Angaben des Verbands das größte Wander-Event weltweit. Seit über 120 Jahren lädt der DWV gemeinsam mit einem Mitgliedsverein in eine Region ein.

Beim Wandertag im nordhessischen Bad Wildungen waren im vergangenen Jahr wegen der starken Corona-Einschränkungen nur rund 3000 Wanderer gezählt worden. Im Jahr zuvor musste das Event wegen der Pandemie verschoben werden. Der nächste Deutsche Wandertag findet vom 19. bis 22. September 2024 im thüringischen Heiligenstadt statt.

© dpa
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