Strom und Gas werden etwas billiger in der Grundversorgung

Bei den Preisen für Strom und Gas gibt es Bewegung. Sie gehen langsam zurück. Für die Verbraucher bedeutet dies in der Regel jedoch nur wenig Entlastung.
Stromzähler
Ein Wechselstromzähler zeigt den aktuellen Zählerstand in einem Haushalt an. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Strom und Gas werden für einige Haushaltskunden in Baden-Württemberg etwas günstiger - verharren aber oft auf hohem Niveau. Die in den vergangenen Monaten stark gesunkenen Großhandelspreise für Strom und Gas veranlassten einige Grundversorger, ihre Haushaltskundenpreise zu senken. Das Vergleichsportal Verivox zählte für Mai bis Juli im Südwesten 14 Preissenkungen bei Stromversorgern und bei Gas 15 Senkungen.

In Baden-Württemberg liegen die Stromkosten für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden im örtlichen Grundversorgungstarif im Bundeslanddurchschnitt derzeit bei 1824 Euro, wie Verivox mitteilte. Im Januar waren es noch 1875 Euro. Die Preise seien also nur leicht um 3 Prozent gesunken. Für Mai, Juni und Juli senken laut Mitteilung 14 Grundversorger die Strompreise um durchschnittlich 16 Prozent, ein Grundversorger erhöht die Preise um 10 Prozent.

Die Gaskosten für einen Haushalt im Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden liegen im örtlichen Grundversorgungstarif im Bundeslanddurchschnitt derzeit bei 3249 Euro. Im Januar seien es noch 3450 Euro gewesen, die Preise seien auch hier leicht um 6 Prozent gesunken. Für Mai, Juni und Juli senkten 15 Grundversorger die Gaspreise um durchschnittlich 17 Prozent.

Grundversorger ist das Unternehmen, das in einem Netzgebiet die meisten Haushalte mit Strom beziehungsweise Gas beliefert. Meistens sind die kommunalen Unternehmen wie etwa Stadtwerke Grundversorger. Der Anteil der Haushalte in der Strom-Grundversorgung lag 2021 laut Bundesnetzagentur in Deutschland bei 24 Prozent. Auch 24 Prozent der Gaskunden waren demnach 2021 bundesweit in der Grundversorgung.

Ein Sprecher von Verivox sagte, auch wenn langsam immer mehr örtliche Versorger gesunkene Großhandelspreise an ihre Kunden weiter geben, bleibe das Preisniveau in der Grundversorgung allgemein hoch. «Neukundentarife sinken bereits seit Anfang des Jahres und haben in den letzten Wochen neue Tiefstände erreicht.» Sie lägen flächendeckend weit unter der staatlichen Preisbremsen-Grenze.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können Haushalte Grundversorgungsverträge mit einer Frist von zwei Wochen kündigen.

© dpa
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