Caritas warnt vor großer Finanzierungslücke bei Hilfsgeldern

Die Caritas zeigt sich angesichts großer Finanzierungslücken bei Hilfsgeldern alarmiert. Aktuell seien weltweit mehr als 300 Millionen Menschen, die Hälfte davon Kinder, auf humanitäre Hilfe angewiesen, warnte die katholische Hilfsorganisation am Samstag. Um diesen Menschen ausreichend zu helfen, hätte es laut Vereinten Nationen in diesem Jahr insgesamt 51,7 Milliarden US-Dollar an Hilfsgeldern benötigt. Nicht einmal die Hälfte - lediglich 24,3 Milliarden US-Dollar - seien von der internationalen Staatengemeinschaft zur Verfügung gestellt worden, heißt es in der Mitteilung.
Ein Caritas-Logo hängt im Treppenhauszugang der Station der Krankenstube für Obdachlose. © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

«Die Situation ist dramatisch», sagte Oliver Müller, Leiter von Caritas International, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Es brauche dringend mehr weltweite Solidarität, um schnellstmöglich die Not lindern zu können. «Falls nicht, drohen der Welt noch mehr Krisen und Konflikte. Das bedeutet: Noch mehr Menschen werden hungern oder müssen fliehen», machte Müller deutlich. Die gemeinsamen Kraftanstrengungen für Ukrainer in Not in diesem Jahr hätten eindrucksvoll bewiesen, was möglich sei, wenn ein gemeinsamer politischer Wille bestehe, betonte die Caritas.

«Im Sinne einer weltweiten Stabilität müssen wir dringend die Not von Menschen in Afghanistan, Syrien oder vielen afrikanischen Ländern langfristig bekämpfen», sagte Müller. Dass dies möglich sei, hätten Erfolge bei der weltweiten Bekämpfung des Hungers in der Vergangenheit gezeigt. «Wir waren schon einmal weiter.»

80 Prozent der auf humanitäre Hilfe angewiesenen Menschen lebten laut Caritas in nur 20 Ländern. In Afghanistan seien aktuell mehr als 20 Millionen Menschen akut von Hunger bedroht. In Somalia verschärften Konflikte, der Klimawandel und Preissteigerungen die Not so sehr, dass ein Drittel der Bevölkerung humanitäre Hilfe benötige. Mit mehr als 100 Millionen seien im Jahr 2022 weltweit so viele Menschen wie nie auf der Flucht.

© dpa
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