Trumpf mit gutem Geschäftsjahr: Ausblick aber sorgenvoll

Im vergangenen Geschäftsjahr lief es bei Trumpf gut. Der Ausblick für das aktuelle Geschäftsjahr fällt angesichts weltweiter Krisen aber nüchtern aus. Laut der Chefin sei «Grund zur Sorge» angebracht.
Ein Laser schneidet im Besucherzentrum des Maschinenbauers Trumpf in ein Blech. © Marijan Murat/dpa

Der Maschinenbauer Trumpf hat seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert, blickt aber verhalten auf das laufende Geschäftsjahr. Beim Ausblick sei «durchaus Grund zur Sorge angebracht», sagte die Vorstandsvorsitzende Nicola Leibinger-Kammüller am Donnerstag in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg). Sie gehe angesichts der Folgen der Corona-Pandemie, gestörter Lieferketten und steigender Preise nicht davon aus, dass Trumpf im laufenden Geschäftsjahr ein ähnlich hohes Wachstum wiederholen könne.

Im ersten Quartal habe sich das Wachstum beim Auftragseingang abgeschwächt, wenngleich der Wert noch über dem des Vorjahresquartals gelegen habe, sagte Finanzvorstand Lars Grünert. Beim Umsatz sehe Trumpf immer noch die Wachstumsraten des vergangenen Jahres, wobei hier der hohe Auftragsbestand helfe. Anders sieht es beim Ergebnis aus: Dieses werde durch Kostensteigerungen und Probleme in den Lieferketten belastet. Hier werde es sehr schwierig sein, das «sehr gute Ergebnis des Vorjahres» zu wiederholen, sagte Grünert.

«Infolge der stark anziehenden Nachfrage im zweiten Halbjahr sind wir mit einem hohen Auftragseingang in das neue Geschäftsjahr gestartet», sagte die Leibinger-Kammüller. Dennoch bleibe für die kommenden Monate eine große Unsicherheit, «wie sich die Engpässe in den Lieferketten, die hohe Inflation, steigende Material- und Energiepreise sowie Transportkosten auf unser Geschäft auswirken werden». In vielen Märkten sei eine wachsende Zurückhaltung der Nachfrage zu spüren.

Im vergangenen Geschäftsjahr, das Ende Juni endete, verzeichnete Trumpf einen Umsatzrekord von 4,2 Milliarden Euro und einen um 42 Prozent gestiegenen Auftragseingang auf 5,6 Milliarden Euro. Die Differenz zeige laut Leibinger-Kammüller, dass Kundenaufträge maßgeblich wegen fehlender Teile nur schleppend abgearbeitet werden könnten. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,8 Prozent auf 468 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 310 Millionen Euro.

Wichtigster Markt waren erstmals die Niederlande mit einem Umsatz in Höhe von 838 Millionen Euro, was laut Trumpf auf das stark wachsende Geschäft mit dem Chipindustrie-Ausrüster ASML zurückzuführen sei. Auf Rang zwei folgten die USA (656 Millionen Euro). Deutschland lag mit 589 Millionen Euro Umsatz nur noch auf Rang drei und sei damit zum ersten Mal überhaupt nicht mehr Trumpfs größter Einzelmarkt gewesen.

Das Unternehmen beschäftigte zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres 16.554 Menschen, rund 2000 mehr als ein Jahr zuvor.

© dpa
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