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Pokal-Aus in Stuttgart: Union-Krise immer schlimmer

Union Berlin kassiert die elfte Niederlage in Serie und scheidet aus dem DFB-Pokal aus. Abgesehen von zwei Aluminium-Treffern ist die Partie recht zäh. Undav schießt den VfB ins Achtelfinale.
VfB Stuttgart - 1. FC Union Berlin
Union Berlins Sheraldo Becker reagiert unzufrieden. © Tom Weller/dpa

Der Absturz des 1. FC Union Berlin geht ungebremst weiter. Die Köpenicker verloren in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim VfB Stuttgart am Dienstag mit 0:1 (0:1) und kassierten die elfte Pflichtspiel-Niederlage nacheinander. Union-Trainer Urs Fischer verlor die Nerven und sah nach Spielschluss Rot.

Deniz Undav traf vor 52 000 Zuschauern im Duell der beiden Fußball-Bundesligisten in der 45. Minute. Der VfB, vorige Saison Pokal-Halbfinalist, meldete sich drei Tage nach der 2:3-Niederlage in der Liga gegen die TSG 1899 Hoffenheim zurück und feierte seinen siebten Sieg in den vergangenen acht Partien.

Union-Trainer Fischer hatte seine Startelf großflächig umgebaut und unter anderem den Ex-Stuttgarter Rani Khedira, Nationalspieler Robin Gosens und Routinier Leonardo Bonucci auf die Bank gesetzt. Eine geplante Umstellung mussten die Gäste allerdings direkt wieder rückgängig machen: Statt Alexander Schwolow, der sich nach dem Aufwärmen mit Oberschenkelproblemen abmeldete, stand doch Stammkeeper Frederik Rönnow im Tor.

Das Spiel brauchte eine gewisse Anlaufzeit. Die Berliner standen zunächst sehr tief und lauerten auf Konter. Der VfB hatte viel Ballbesitz, aber kaum zündende Ideen. Chris Führich versuchte mit mehreren Dribblings, die Offensive der Gastgeber anzukurbeln - erfolglos. Dann gab's allerdings gleich zwei Aluminium-Treffer in kurzer Zeit: Erst hämmerte Unions Aissa Laidouni den Ball an die Latte (28.), dann setzte ihn Stuttgarts Undav an den Pfosten (33.).

Die Gäste hatten die Null hinten schon fast in die Pause gebracht, als die Schwaben doch noch zuschlugen. Rönnow parierte einen Flachschuss des von Union an den VfB ausgeliehenen Jamie Leweling, der Abpraller landete aber bei Undav. Der 27-Jährige, der seit der Verletzung von Top-Torjäger Serhou Guirassy Stuttgarts große Sturm-Hoffnung ist, traf aus kurzer Distanz zur Führung.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht groß: Der VfB hatte mehr vom Spiel, richtig brenzlig wurde es aber in beiden Strafräumen nur selten. Vor allem vom Champions-League-Starter aus der Hauptstadt kam offensiv zu wenig, um noch die Wende herbeizuführen. Knapp zehn Minuten vor dem Ende vergab Joker Silas für den VfB, der die Berliner schon eineinhalb Wochen zuvor in der Liga bezwungen hatte (3:0), die große Chance zum 2:0.

© dpa ⁄ Christoph Lother, dpa
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