«Mit neuem Ehrgeiz»: Breitenreiter Trainer bei Hoffenheim

24.05.2022 André Breitenreiter feiert seine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Der bisherige Trainer des Schweizer Meisters FC Zürich übernimmt zur neuen Saison die TSG 1899 Hoffenheim.

André Breitenreiter, damals Trainer von Hannover, kommt zum TV-Interview. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Die TSG Hoffenheim will mit André Breitenreiter auf die europäische Fußball-Bühne zurückkehren. Wie der Bundesligist am Dienstag bekanntgab, ist der 48 Jahre alte bisherige Trainer des Schweizer Meisters FC Zürich der Nachfolger von Sebastian Hoeneß. Breitenreiter unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2024. Vor seiner Zeit in der Schweiz hatte er unter anderem den FC Schalke 04, Hannover 96 und den SC Paderborn trainiert.

«André Breitenreiter ist ein sehr ambitionierter Trainer, der mit seiner offensiv ausgerichteten Spielidee hervorragend zur TSG passt», sagte Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen. «Neben seiner fachlichen Expertise, überzeugt er vom ersten Moment durch seine einnehmende, emphatische Art.» Er stehe für Teamspirit, Leidenschaft und Kommunikation und habe auf allen seinen bisherigen Stationen erfolgreich gearbeitet.

Der frühere Profi kennt die Liga: Breitenreiter war 2014 mit Paderborn und 2017 mit Hannover in die Bundesliga aufgestiegen. Dazwischen trainierte er Schalke. Nach einer Auszeit zwischen 2019 und 2021 heuerte er in Zürich an und führte den FC zum Titel. Sein Vertrag dort lief eigentlich noch ein Jahr.

Nach zwei verpassten Europacup-Teilnahmen unter der Regie von Vorgänger Hoeneß wollen die Hoffenheimer mit Breitenreiter wieder in die Erfolgspur zurückkehren und sich stabil in der Liga-Spitze etablieren. «Ich gehe mit großem Ehrgeiz an die Aufgabe in Hoffenheim», wurde der gebürtige Niedersachse in einer Mitteilung zitiert. Offiziell vorgestellt werden soll der neue Chefcoach beim Trainingsstart am 26. Juni in Zuzenhausen.

«Die TSG habe sich in den vergangenen 15 Erstliga-Jahren in vielerlei Hinsicht zu einer Bereicherung für den deutschen Fußball entwickelt», meinte Breitenreiter. Ihre Prinzipien deckten sich absolut mit seiner Vorstellung vom Spiel. «Deshalb freue ich mich auf die gemeinsame Zukunft und meine Rückkehr in die Bundesliga», sagte er. Mit neuem Ehrgeiz wolle man sich Ziele setzen und für deren Verwirklichung «leidenschaftlich Tag für Tag» arbeiten.

Der FC Zürich unterlag am Sonntag im letzten Saisonspiel Luzern mit 2:3, gefeiert wurde der Titel natürlich trotzdem. Auf einem bei Twitter veröffentlichten Bild strahlt Breitenreiter mit dem Meisterpokal in der Hand in die Kamera. Noch während der Partie hatte die Schweizer Zeitung «Blick» berichtet, der Abschied Breitenreiters in Zürich sei «beschlossene Sache».

Die Kraichgauer hatten mit neun sieglosen Spielen am Saisonende als Tabellenneunter einen Europacup-Platz verspielt. Davor hatte die TSG sogar auf Kurs Champions League gelegen. Hoeneß wurde der Neustart nicht mehr zugetraut, kurzzeitig war auch über eine Verpflichtung von Ex-Augsburg-Trainer Markus Weinzierl spekuliert worden.

© dpa

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