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Mannheim stellt Details von geplanter Waffenverbotszone vor

Wegen einer gestiegenen Zahl an Messerangriffen will Mannheim in der Innenstadt eine Verbotszone einrichten. Nun wurden Details der Pläne vorgestellt.
Forderung nach Waffenverbotszone in Mannheimer Innenstadt
Eine Straßenbahn fährt in der Einkaufsstraße «Planken» vor dem Wasserturm. © Uwe Anspach/dpa

Mannheim plant eine Waffen- und Messerverbotszone in einem großen Teil der Innenstadt. Damit wolle die Stadt gegen zunehmende Waffengewalt vorgehen, sagte Sicherheitsdezernent Volker Proffen am Freitag. «Uns geht es darum, den negativen Trend aufzuhalten, bevor sich die objektive und subjektive Sicherheitslage in unserer Stadt verschlechtert.» Darauf habe man sich mit dem Polizeipräsidium Mannheim verständigt.

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik sind die Fälle von Messerangriffen im Stadtkreis Mannheim bereits zwischen 2021 und 2022 angestiegen. Im Sommer 2023 habe sich die Entwicklung massiv verstärkt. «Bedauerlicherweise zeichnet sich auch für das laufende Jahr eine deutliche Tendenz zunehmender Raub- und Körperverletzungsdelikte unter Androhung oder Anwendung von Messern ab», sagte Polizeipräsident Siegfried Kollmar. Dies will die Polizei nicht hinnehmen.

Die geplante Zone umfasst den Bereich zwischen der Kurpfalz-Brücke und der Bismarckstraße sowie zwischen dem Wasserturm und der Synagoge. Diesen Bereich habe eine Detailauswertung der Polizei identifiziert. Das Verbot soll nicht durchgängig, sondern nur zeitlich befristet gelten, in den Nächten zwischen Freitag und Sonntag jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr sowie in den Nächten vor Feiertagen.

Anlasslose Kontrollen soll es - wie auch in einer ähnlichen Verbotszone in Stuttgart - nicht geben. Aber wer bei einem Verstoß erwischt wird, dem drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro. Die Entscheidung über eine Einführung liegt beim Gemeinderat; er soll in der Sitzung am 14. November darüber entscheiden.

In Stuttgart gibt es eine solche Verbotszone in der Innenstadt bereits seit Anfang Februar. Wie die Polizei in der Landeshauptstadt mitteilte, wurden einer Halbjahresauswertung zufolge 63 Verstöße festgestellt. Für eine allgemeine Aussage, inwieweit die Maßnahme ein Erfolg ist, sei der Zeitraum jedoch noch zu kurz, so ein Sprecher.

Ähnlich wie bei den Planungen in Mannheim kontrollieren die Beamtinnen und Beamten nicht gezielt die Einhaltung, sondern im Rahmen ihrer alltäglichen Arbeit. Die Waffen werden dabei in der Regel eingezogen, der Verstoß gilt als Ordnungswidrigkeit.

© dpa
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