Ministerium verteidigt Brandbrief an Lehrkräfte

30.06.2022 Das Kultusministerium hat den scharf kritisierten Brandbrief der Regierung an die Schulen zur Arbeitszeit von Lehrern verteidigt und ähnliche Bitten als gängige Routine beschrieben. In dem Schreiben hatten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Theresa Schopper (beide Grüne) Lehrer und Schulleiter angesichts von Personalmangel, Pandemie und Ukraine-Flüchtlingen um freiwillige Mehrarbeit gebeten, um den Unterricht im nächsten Schuljahr sicherstellen zu können.

Theresa Schopper (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerin von Baden-Württemberg. © Marijan Murat/dpa/Archivbild

«Die Bitte an Lehrerinnen und Lehrer, die in Elternzeit sind oder die in Teilzeit sind, zurückzukommen aus Elternzeit oder ihre Teilzeit zu erhöhen, ist ein in den letzten Jahren völlig üblich gewähltes Instrument in der Schulverwaltung», sagte Kultusstaatssekretär Volker Schebesta (CDU) am Donnerstag im Bildungsausschuss. Der Brief solle diese Bitte «zusätzlich unterstreichen».

Kretschmann und Schopper hatten ihren Appell ausdrücklich an Lehrkräfte gerichtet, die in Teilzeit arbeiten, die vor dem Eintritt in den Ruhestand stehen oder pensioniert sind. In den Schreiben hatten sie die Lehrer gebeten sich zu überlegen, ob sie im kommenden Schuljahr «eine, zwei oder vielleicht sogar drei zusätzliche Stunden unterrichten» oder ihren anstehenden Ruhestand hinausschieben können. Beide argumentieren, eine längere Arbeitszeit könne sich beachtlich auf die Unterrichtsversorgung im Land auswirken. Zuvor hatte die Regierung den Vorstoß des Regierungschefs aufgegeben, wegen des Lehrermangels die Mindestarbeitszeit für Beamtinnen und Beamte in Teilzeit zu erhöhen.

Lehrerverbände und die politische Opposition hatten das Schreiben von Kretschmann und Schopper angesichts der Belastungen durch die Ukraine-Flüchtlinge und die Pandemie scharf kritisiert. SPD und FDP wiederholten ihre Vorwürfe zudem im Ausschuss.

© dpa

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