IW: Raum Stuttgart die innovativste Region Deutschlands

Der Großraum Stuttgart ist nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die innovativste Region Deutschlands. Die Autoindustrie und die vielen Metall- und Elektrounternehmen seien für gut ausgebildete Fachkräfte attraktiv, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen seit 2013 und «nirgendwo in Deutschland werden so viele Patente angemeldet».
Untertürkheim
Blick auf den Stadtbezirk Untertürkheim. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Baden-Württemberg und Bayern seien besonders innovative Bundesländer, hieß es in der Analyse. «Insgesamt wird deutlich, dass es ein Gefälle in Deutschland gibt: Je weiter im Norden beziehungsweise im Osten, desto innovationsschwächer sind die Wirtschaftsräume», teilte das IW am Freitag mit.

Neben den Ausgaben für Forschung und Entwicklung, der Zahl der Akademiker in den MINT-Berufen (Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaft und Technik) und Patentanmeldungen wurden für den IW-Innovationsatlas auch Firmengründungen und die Digitalisierung der Industrie untersucht. Nach Stuttgart belegten Braunschweig/Wolfsburg, Karlsruhe und München die Spitzenplätze unter den 85 Wirtschaftsregionen.

Schlusslichter waren die Regionen Pirmasens/Zweibrücken/ Südwestpfalz und Cochem-Zell/Trier/Bernkastel-Wittlich/ Eifelkreis Bitburg-Prüm/ Vulkaneifel/Trier-Saarburg. Es folgten Mansfeld-Südharz/Eichsfeld/Nordhausen/Unstrut-Hainich-Kreis/Kyffhäuserkreis, Lüchow-Dannenberg/Altmarkkreis Salzwedel/Stendal und Ostprignitz-Ruppin/Prignitz.

«Eine positive Ausnahme von der flächendeckenden Innovationsschwäche Ostdeutschlands bildet der Wirtschaftsraum Jena», hoben die Autoren hervor. Die Optikindustrie in der Stadt sei eine Erfolgsgeschichte. In keiner anderen ostdeutschen Region entstünden so viele Patente, im Gesamtranking belege die Region um Jena Platz 27.

Doch die Unterschiede zwischen den Ideenschmieden und ländlichen Gebieten seien noch größer geworden. «Insbesondere ländlich geprägte Regionen könnten dauerhaft den Anschluss verlieren», so die Studie. «An dieser Entwicklung trägt auch der Staat eine Mitschuld», sagte Autor Oliver Koppel: «Er hat seinen Finanzierungsanteil an Forschung und Entwicklung in den vergangenen 20 Jahren mehr als halbiert.» Neben mehr finanzieller Unterstützung brauche es mehr MINT-Fachkräfte: «Angesichts der in Deutschland rückläufigen Studierendenzahlen in den MINT-Studienfächern sollten deutsche Hochschulen noch aktiver als bisher um ausländische Studierende werben.»

© dpa
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