Dekra und PWC wollen Firma gründen: Prüfung von KI-Produkten

Auf der Straße, im Smartphone oder im Garten: Künstliche Intelligenz umgibt uns schon heute in vielen Lebensbereichen. Eine neue Firma will sich nun der Sicherheit solcher Anwendungen annehmen.
An einem Stand auf einer Messe gibt ein Mann einem Roboter die Hand. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Künstliche Intelligenz (KI) steckt etwa im Rasenmähroboter oder in Autonomen Fahrzeugen - um solche Produkte künftig zu testen und zu zertifizieren, tun sich der Prüfkonzern Dekra und der Wirtschaftsprüfer PWC zusammen. Unter dem Namen «CertifAI» soll ein eigenständiges Unternehmen entstehen, das KI-Produkte von der Entwicklung bis zur Marktreife begleiten soll, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Beteiligt ist auch der Innovationsstarter Fonds Hamburg.

Er wisse, dass es in der Gesellschaft noch Vorbehalte gegenüber KI-basierten Produkten gebe, sagte der Chef von Dekra Digital, Kerim Galal. «Als das Automobil eingeführt wurde, gab es ähnliche Sorgen und Ängste.» Vielen Menschen begegne jedoch schon heute KI im Alltag, etwa bei der Spracherkennungsfunktion im Handy oder beim Mähroboter.

Der operative Startschuss soll - vorbehaltlich der Freigaben durch die Wettbewerbsbehörden - schon zu Beginn des Jahres 2023 fallen, wie Hendrik Reese von PWC sagte. Geplant sei, eine mittlere zweistellige Zahl an KI-Experten anzuheuern. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll «CertifAI» dann jährlich zweistellige Millionenumsätze erwirtschaften. Alle Gesellschafter zusammen investieren einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Vom globalen KI-Markt versprechen sich die Unternehmen eine Verzehnfachung bis 2028 und ein Gesamtvolumen von 150 Milliarden US-Dollar (rund 145 Mrd Euro).

Auch beim Autonomen Fahren gebe es sowohl von den Insassen als auch von anderen Verkehrsteilnehmern ein großes Interesse daran, dass die Technologien abgenommen und geprüft sind, sagte Reese. «Es gibt einen erheblichen Anspruch aus der Gesellschaft, dass diese Produkte sicher sind». Andererseits sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, ihre Produkte schneller zur Marktreife zu bringen. Aktuelle Regulatorik sei oft noch nicht spezifisch auf KI ausgerichtet. Dies mahnte auch Galal an. «Die notwendigen Regulierungen als Grundlage für Prüfungen und Zertifizierungen müssen mit der rasanten Entwicklung im KI-Sektor Schritt halten», forderte er. Nur so lasse sich die Sicherheit der Nutzer gewährleisten und Vertrauen in KI auf- und ausbauen.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Fußball news
Bundesliga am Freitag: Berisha lässt Augsburg jubeln - Sieg gegen Leverkusen
Tv & kino
Justiz: Iran: «Taxi Teheran»-Regisseur Jafar Panahi auf Kaution frei
People news
Mit 88 Jahren : Modesesigner Paco Rabanne gestorben
Internet news & surftipps
Internet: Twitter bringt neues Bezahl-Abo nach Deutschland
Das beste netz deutschlands
Featured: Das sind die 5 besten ChatGPT-Alternativen
Reise
Reisenews: Great Lakes mit dem Boot, Aborigines und Bahnvisionen
Musik news
Musikcharts: Erster Nummer-eins-Hit für Udo Lindenberg
Auto news
Daimler Freightliner Supertruck II: Gegen den Widerstand