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Hitzlsperger lobt: Clubs «bekennen sich zu Diversität»

Sein Coming-out liegt zehn Jahre zurück. Thomas Hitzlsperger sieht eine Entwicklung in der Gesellschaft und möchte Sportler ermutigen, den Weg in die Öffentlichkeit zu suchen.
Thomas Hitzlsperger
Thomas Hitzlsperger, damaliger Vorstandsvorsitzender der VfB Stuttgart 1893 AG, nimmt an einem Gespräch teil. © Marijan Murat/dpa/Archiv

Der frühere Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger erkennt fast zehn Jahre nach seinem Coming-out einen Wandel im Profisport. «Die Vereine haben sich der Zeit angepasst, sind moderner geworden, man bekennt sich zu Diversität, die meisten Vereine zeigen viel mehr Regenbogensymbole, Bundesligaspieler tragen manchmal die Kapitänsbinde in Regenbogenfarben», sagte Hitzlsperger in einem Interview des am Donnerstag erschienenen Magazins «Die Mannschaft». «Aber bei manchen gesellschaftlichen Entwicklungen muss man sich Sorgen machen. Ich möchte keine Angst haben, mich frei zu bewegen, und im Rahmen des Gesetzes so leben, wie ich es für richtig halte.»

Der inzwischen 41 Jahre alte Hitzlsperger möchte junge Sportler, die sich outen möchten, ermutigen, den Weg an die Öffentlichkeit zu gehen. «Das ist ein Geschenk», sagte er über seinen «großen Schritt», den er jedoch erst im zweiten Anlauf gewagt hat. Beim ersten Mal, als Hitzlsperger noch aktiv war, habe ihm ein Medienanwalt abgeraten. «Der hat gesagt: Nee! Das werden Sie nicht aushalten, lassen Sie das bleiben. Machen Sie, was sie wollen, auf Partys gehen, ausgehen, aber: Reden Sie nicht in der Öffentlichkeit darüber!», berichtete Hitzlsperger.

In Bezug auf die Diskussionen rund um das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der zurückliegenden Weltmeisterschaft in Katar, bei der sich die DFB-Elf die One-Love-Armbinde verbieten ließ und sich stattdessen für eine Hand-vor-den-Mund-Geste entschied, sieht Hitzlsperger den Weltverband als Schuldigen. «Was die deutsche Mannschaft dort gemacht hat, dafür gab es am Ende Hohn und Spott, und das ist sehr, sehr schade», sagte Hitzlsperger. «Das Bemühen war Spielern und Funktionären anzumerken, doch die FIFA hat die Nationalverbände gegeneinander ausgespielt.»

© dpa
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