Göppingen reagiert auf Krise: Baur als Trainer

Nach dem Sturz Richtung Abstiegszone ist bei Frisch Auf Göppingen der Glaube an Hartmut Mayerhoffer aufgebraucht. Der Handball-Bundesligist holt den früheren Weltmeister Markus Baur als neuen Coach.
Ein Handball wird gefangen. © Ronny Hartmann/dpa/Symbolbild

Der deutliche Heimsieg in der European League gegen Tatran Presov hat Hartmut Mayerhoffer nicht mehr vor dem Aus bei Frisch Auf Göppingen bewahrt. Der Handball-Bundesligist trennte sich am Mittwoch mit sofortiger Wirkung von dem Trainer und reagierte damit auf den Absturz in der Tabelle. Dort steht Göppingen als 16. nur noch einen Punkt vor den Abstiegsplätzen.

Mayerhoffers Nachfolger ist Markus Baur, der als Spieler 2007 Weltmeister wurde und in der Bundesliga zuletzt bis 2018 den schwäbischen Konkurrenten TVB Stuttgart trainierte. Der 51-Jährige wird die Mannschaft bereits am Donnerstag im Bundesliga-Heimspiel gegen den HSV Hamburg betreuen.

«Trotz der sehr professionellen Arbeitsweise sind die zu erwartenden Ergebnisse nicht eingetreten», sagte Frisch-Auf-Geschäftsführer Gerd Hofele zur Trennung von Mayerhoffer. Zwar habe man auf die sportliche Krise zunächst mit internen Maßnahmen reagiert, nachdem sich Trainer und Mannschaft mit den guten Leistungen in den vergangenen beiden Spielzeiten einen Vertrauensvorschuss erarbeitet hätten. Aufgrund der Ergebnisse in der Bundesliga, in der Göppingen zuletzt nur einen Sieg in acht Spielen gelang, sehe der Verein sich aber «jetzt zu einer Veränderung gezwungen», erklärte Hofele.

Mayerhoffer war 2018 nach Göppingen gekommen und hatte den Traditionsverein in der vergangenen Saison auf Rang fünf und damit in die European League geführt. Dort stehen die Schwaben in der Gruppe A nach drei Siegen aus vier Partien auf dem zweiten Platz. Der 34:24-Sieg am Dienstag gegen das noch punktlose Team aus dem slowakischen Presov war für die Verantwortlichen aber offenbar kein Gradmesser mehr für die Beurteilung von Mayerhoffers Arbeit.

Nachfolger Baur war in der Bundesliga zuletzt als Trainer des schwäbischen Rivalen TVB Stuttgart tätig. Zuletzt hatte der 228-malige Nationalspieler in der freien Wirtschaft gearbeitet. «Ich brenne darauf und habe den Ehrgeiz, den Verein zusammen mit der Mannschaft in eine andere Tabellenregion zu bringen», sagte Baur.

© dpa
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