Sinnbild neuer Stärke: Freiburg weiter im Feier-Modus

Neuzugang Ritsu Doan präsentiert sich beim SC Freiburg weiter in bestechender Frühform. Auch beim Europapokal-Comeback der Badener überzeugt der Japaner. Am Sonntag will das Team von Trainer Christian Streich seine Erfolgsserie gegen Mönchengladbach fortsetzen.
Freiburgs Vincenzo Grifo (M) jubelt nach seinem Tor zum 1:0. © Tom Weller/dpa

Der Königstransfer liefert. Vier Tore stehen für Ritsu Doan nach sieben Pflichtspielen für den SC Freiburg schon zu Buche. Der mit gut acht Millionen Euro teuerste Neuzugang dieses Sommers hat wesentlichen Anteil daran, dass die Badener so gut in die Saison gestartet sind - sowohl in der Liga als auch international. Er ist ein Sinnbild ihres rasanten Wachstums. Der Kader des aktuellen Spitzenreiters der Fußball-Bundesliga ist breiter und qualitativ stärker geworden. Kommenden Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen Borussia Mönchengladbach wollen der SC und Doan den Höhenflug fortsetzen.

«Ich bin sehr zufrieden mit ihm», sagte Freiburgs Trainer Christian Streich nach dem 2:1 (2:1) zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase gegen Karabach Agdam am Donnerstagabend. Der vom niederländischen Erstligisten PSV Eindhoven geholte Doan zählte gegen Aserbaidschans Meister einmal mehr zu den auffälligsten Freiburgern. Mit seinem sehenswerten Treffer zum 2:0 ebnete er dem Streich-Team in der 15. Minute endgültig den Weg zum erfolgreichen Europapokal-Comeback. Kurz zuvor hatte der 24-jährige Japaner noch eine Riesenchance vergeben.

«Er schüttelt das ab, lässt sich nicht beeindrucken und macht dann ein super Tor», lobte Streich den Nationalspieler. «Er hat heute auch gegen den Ball in Abstimmung mit Kiliann Sildillia sein bestes Spiel gemacht, war sehr fleißig und ist sehr gut in den Räumen gestanden.» Nach dem Spiel stand Doan dann sogar im Fanblock. Die Anhänger hatten ihn mit Sprechchören dorthin beordert, feierten ihn und seine Kollegen nach dem in Summe verdienten Sieg lautstark und minutenlang.

«Wir freuen uns, dass wir mit einem Sieg gestartet sind. Das tut uns gut», sagte Streich. «Es war sehr wichtig, dass wir gewonnen haben», stimmte Verteidiger Matthias Ginter zu. Nach der Führung durch einen von Vincenzo Grifo verwandelten Foulelfmeter (7. Minute) und Doans Tor zum 2:0 musste der SC bis zum Schluss kämpfen. Der Anschluss durch Marko Vesovic (39.) war für die Gäste letztlich aber zu wenig.

Freiburgs Start ist geglückt. Die Chance, anders als beim Aus in der Gruppenphase der Saison 2013/2014 diesmal in der Europa League zu überwintern, schon ein kleines Stück gestiegen. Auch dank neuer Kräfte wie Doan. Sonntag geht es für den SC in der Liga weiter. Gegen Gladbach hat er im Oberhaus seit 20 Jahren kein Heimspiel verloren.

© dpa
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