Heidenheim nach wildem 5:4 weiter im Aufstiegsrennen

Selten ging es beim 1. FC Heidenheim so turbulent zu. Er kassiert gegen Regensburg in der Nachspielzeit das 4:4 - und gewinnt noch. Der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz beträgt einen Punkt.
Der Regensburger Prince Osei Owusu (l) und der Heidenheimer Tim Siersleben kämpfen um den Ball. © Daniel Löb/dpa

Unfassbar, wahnsinnig - pure Ekstase: Die Zweitliga-Fußballer des 1. FC Heidenheim und ihr Trainer Frank Schmidt waren nach dem wilden 5:4 (3:2) gegen den SSV Jahn Regensburg und einer spektakulären Nachspielzeit aus dem Häuschen. «Es war völlig wahnsinnig. Ich hatte so etwas noch nie, dass du in der Nachspielzeit den Ausgleich kassierst, ein oder zwei Minuten später den Siegtreffer noch machst und so das Spiel beendest», sagte am Samstag Torjäger Tim Kleindienst.

Nach zuletzt vier Siegen in fünf Spielen geht die Mannschaft des FCH als Tabellendritter und Aufstiegskandidat mit nur einem Punkt Rückstand auf den Zweiten Hamburger SV in die Winterpause, die wegen der WM in Katar ungewöhnlich lange ausfällt. «Das ist großes Kino, was sie sich in der ganzen Vorrunde erspielt und erarbeitet hat», lobte Schmidt, der selbst ziemlich emotionalisiert war, die Mannschaft. Es spreche für die Moral der Spieler, «nie aufzugeben und immer weiterzumachen».

Die Heidenheimer verspielten zunächst eine 3:1-Führung und kassierten nach dem 4:3 den erneuten Ausgleich durch Aygün Yildirim (90.+2). Stefan Schimmer (90.+4) wurde dann zum Matchwinner für die Gastgeber und verspürte danach «pure Ekstase». In der letzten Sekunde das entscheidende Tor zu machen, sei «einfach überragend». Für Schmidt ist der 28-Jährige nicht nur deshalb «ein absoluter Killer».

Die anderen Heidenheimer Tore hatten zuvor Kleindienst mit einem Doppelpack (21./39.) sowie Adrian Beck (36.) und Denis Thomalla (76.) erzielt. In einem Duell mit vielen Chancen auf beiden Seiten war die Schmidt-Elf die etwas effektivere Mannschaft und hatte das glückliche Ende auf ihrer Seite. Die Regensburger verpassten es, ihre Negativbilanz gegen Heidenheim aufzubessern, machten die Partie für den FCH aber zu einem enormen Kraftakt. «Es war ein unfassbares Spiel am Ende der Englischen Woche», meinte Schmidt. In die Rückrunde startet Heidenheim am 28. Januar zu Hause gegen Hansa Rostock.

© dpa
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