Breitenreiter will mit Hoffenheim im Pokal weit kommen

Im DFB-Pokal ist die TSG 1899 Hoffenheim noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen. Das möchte der neue Trainer des Bundesligisten in dieser Saison gerne ändern. Zum Auftakt geht es in die Fußball-Provinz nach Rödinghausen.
David Raum. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Schlaflose Nächte vor seinem Pflichtspieldebüt als Trainer der TSG 1899 Hoffenheim hat André Breitenreiter nicht. «Ich bin ja nicht erst seit gestern Trainer, sondern schon länger dabei. Daher schlafe ich gut», sagte der 48-Jährige vor dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim Viertligisten SV Rödinghausen am Sonntag (15.31 Uhr/Sky) und fügte hinzu: «Ich freue mich absolut auf dieses erste Spiel. Alle brennen darauf, dass es losgeht.»

Von seinem Team erwartet Breitenreiter in Ostwestfalen nicht mehr und nicht weniger als einen Sieg. «Wir haben größten Respekt vor Rödinghausen. Aber wir sind der Bundesligist und es ist unsere Pflicht, in die nächste Runde einzuziehen», betonte er am Freitag. Daran würden auch die Ausfälle von Nationalspieler David Raum (Wade), Dennis Geiger (Infekt), Ihlas Bebou und Ermin Bicakcic (beide Knie) nichts ändern. Noch keine Option für die Startelf ist Neuzugang Ozan Kabak. «Er wird auf jeden Fall mitfahren, aber erst einmal auf der Bank sitzen», kündigte Breitenreiter an.

An eine Pleite der TSG wie vor zehn Jahren, als der Fußball-Bundesligist nach einem blamablen 0:4 beim damaligen Regionalligaverein Berliner AK ausschied, verschwendet Breitenreiter keinen Gedanken. «Ich beschäftige mich nicht damit. Wir haben uns sehr intensiv vorbereitet und werden das Spiel mit dem nötigen Fokus angehen. Es ist klar, dass wir von Beginn an einhundert Prozent abrufen müssen, um dem Gegner keine Hoffnung zu geben», sagte er.

Der im Sommer vom Schweizer Meister FC Zürich in den beschaulichen Kraichgau gewechselte Fußball-Lehrer will mit seinem neuen Verein endlich mal eine erfolgreiche Pokalsaison hinlegen. «Die TSG hat da noch Luft nach oben», sagte Breitenreiter. Denn über das Viertelfinale hinaus ging es für die TSG bislang noch nie. «Da haben wir eine schöne Aufgabe vor uns, der wir uns stellen. Ich hoffe, wir machen das dieses Jahr besser.» Breitenreiter weiß aus eigener Erfahrung, wie es geht. Immerhin gewann er als Spieler 1992 mit Hannover 96 den Pokal. «Das sind besondere Momente», sagte der TSG-Coach.

Doch zunächst geht es in die Fußball-Provinz nach Rödinghausen. «Ich kenne den Verein, der sich in den vergangenen Jahren toll entwickelt hat. Das ist eine Mannschaft mit guter Qualität», sagte Breitenreiter. Gegen SV-Trainer Carsten Rump hat er einst sogar gespielt. «Da haben wir uns heiße Duelle geliefert», berichtete der TSG-Trainer. Auch privat habe man sich einige Male getroffen. «Er ist ein richtig guter Motivator und wird sein Team bestens einstellen. Wir dürfen uns nicht überraschen lassen», mahnte Breitenreiter.

© dpa
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