Walker fordert mehr Solarstrom im Netz

Wegen der befürchteten Gasengpässe unterstützt Baden-Württemberg Überlegungen, verstärkt Energie aus erneuerbaren Quellen zu nutzen. Die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) setzt sich in einem Brief an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) dafür ein, dass künftig mehr Energie aus Photovoltaik-Anlagen in die Stromnetze eingespeist werden kann. Derzeit gilt für Anlagen bis zu einer Leistung von 25 Kilowatt, dass maximal 70 Prozent des erzeugten Stroms ins Netz eingespeist werden dürfen – der Rest muss selbst verbraucht werden oder bleibt ungenutzt.
Ein Solarpark unter wolkigem Himmel. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

«Analog zu dem ab Januar 2023 geltenden Wegfall der 70 Prozent-Kappungsgrenze für Neuanlagen, sollte diese Grenze auch für Bestandsanlagen dauerhaft entfallen», heißt es in dem Brief an Habeck. Sinnvollerweise sollten beide Regelungen (für bestehende und neue Photovoltaikanlagen) zeitlich vorgezogen werden, so dass sie so schnell wie möglich, noch in diesem Kalenderjahr ihre Wirkung entfalten könnten. Zunächst hatten «Stuttgarter Nachrichten» und «Stuttgarter Zeitung» (Montag) darüber berichtet.

Netzbetreiber sind dem Zeitungsbericht zufolge allerdings skeptisch. «Aus unserer Sicht lässt sich durch die Abschaffung der 70-Prozent-Begrenzung kaum etwas gewinnen», wurde eine Sprecherin der Energie Baden-Württemberg (EnBW) zitiert.

Der Energieexperte der FDP, Frank Bonath, sagte: «Wir brauchen ein leistungsfähiges Stromnetz und keine symbolpolitischen Forderungen nach mehr Solarstrom im Netz.» Dass die Bundesregierung den Wegfall der 70-Prozent-Kappungsgrenze für Neuanlagen beschlossen habe, sei gut. «Die Forderung von Umweltministerin Walker, sie auf Bestandsanlagen auszuweiten, ist unter den aktuellen Gegebenheiten wenig zielführend. Wir haben heute schon viel zu oft Netzengpässe.»

© dpa
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