Kretschmann und Walker im Windpark und Geothermiekraftwerk

Angesichts stark gedrosselter Gas-Lieferungen aus Russland muss auch aus Sicht der grün-schwarzen Landesregierung gehandelt werden. Ministerpräsident Kretschmann und Ministerin Walker brechen zu einer symbolträchtigen Reise auf.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. © Uli Deck/dpa Pool/dpa/Archivbild

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker (beide Grüne) wollen am Donnerstag (9.25 Uhr) markante Orte der Energiewende im Südwesten besuchen. Auf dem Programm stehen der Windpark Hohenlochen im Schwarzwald, das Geothermiekraftwerk in Bruchsal und ein in Bau befindliches Umspannwerk für Strom aus erneuerbaren Energien in Philippsburg.

Kretschmann wies vor dem Besuch auf die Bedeutung der erneuerbaren Energien hin. Sie dienen demnach nicht nur dem Klimaschutz, sondern verringern auch Abhängigkeiten von Lieferanten. «Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat die Dramatik unserer Lage noch einmal verschärft», sagte er laut Staatsministerium. Deutschland bemüht sich in der von dem Konflikt ausgelösten Energiekrise, möglichst unabhängig von russischem Gas zu werden.

Auf dem Hohenlochen bei Hausach (Ortenaukreis) stehen auf etwa 650 Metern Höhe vier Windkraftanlagen. Sie produzieren Strom für mehr als 22.000 Menschen, wie das Staatsministerium berichtete. Der Südwesten hinkt seit längerem beim Ausbau der Windkraft hinterher. Zielvorgabe sind deshalb bis zu 1000 neue Anlagen.

In Bruchsal treibt heißes Wasser aus der Tiefe den Kraftwerksprozess an. Es wird Strom und Wärme erzeugt. Zudem sehe der Betreiber EnBW laut Staatsministerium Potential für die Gewinnung von Lithium. Lithium gilt als Schlüsselelement in Lithium-Ionen-Batterien, die beispielsweise in E-Autos eingesetzt werden.

Das Umspannwerk entsteht auf dem früheren Gelände des Atomkraftwerks in Philippsburg im Landkreis Karlsruhe. Die Anlage soll dafür sorgen, dass große Mengen Strom aus erneuerbaren Energien aus Norddeutschland nach Baden-Württemberg fließen können.

© dpa
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