«Unfertige Aufgabe»: Stewart bleibt Coach der Adler Mannheim

Eishockey-Spitzenclub Adler Mannheim setzt auch in der neuen Saison auf den erfahrenen Kanadier an der Bande. Auch seine prominenten Assistenten bleiben. Die hohen Erwartungen nimmt Stewart gelassen.
Cheftrainer Bill Stewart der Adler Mannheim gibt taktische Anweisungen. © Andreas Gora/dpa/Bildarchiv

Die Adler Mannheim setzen bei ihrer Jagd auf den ersten deutschen Meistertitel seit 2019 weiter auf Bill Stewart. Der 64-Jährige wird auch in der kommenden Saison als Chefcoach an der Bande stehen, wie der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Donnerstag bekanntgab. Stewart wird weiterhin mit seinen Assistenten Marcel Goc und Jochen Hecht das Trainerteam des achtmaligen Meisters bilden. Das Trio hatte die Mannschaft nach der Trennung von Ex-Coach Pavel Gross im März übernommen - zunächst aber nur interimsweise.

Sie hätten «eine unglaubliche Leidenschaft an den Tag gelegt und tragen den Club im Herzen», sagte Manager Jan-Axel Alavaara. «Als Gesamtpaket bringen die drei einen unglaublichen Erfahrungs- und Wissensschatz mit.» Ihre professionelle und positive Einstellung habe sich «auf die Mannschaft übertragen, und die wenigen Wochen bis zum Saisonende haben klar erkennen lassen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.» Stewart hatte Gross erst kurz vor dem Ende der Hauptrunde abgelöst. Im Playoff-Halbfinale scheiterten die Mannheimer dann knapp am späteren Meister Eisbären Berlin.

«Nach der Halbfinalserie gegen die Eisbären haben wir als Organisation noch eine unfertige Aufgabe vor uns», sagte Stewart. «In Mannheim sind die Erwartungen immer hoch. Aber jemand sagte mal, dass sich ein zweiter Platz anfühle, wie seine Schwester zu küssen. Ich weiß demnach sehr genau, auf was ich mich einlasse.» Der Kanadier war bereits von 2000 bis 2004 Cheftrainer und 2017 schon einmal Interimscoach der Adler. 2001 wurde er mit ihnen Meister. Bevor er das Amt von Gross übernahm, hatte er als Scout für sie gearbeitet.

Genau wie Stewart, der aufgrund seiner früheren impulsiven Art einst Spitznamen wie «Kill Bill» oder «Psycho Bill» bekam, verfügen auch seine beiden Assistenten über enorme Erfahrung. Zusammengerechnet bestritten Hecht und Goc rund 1500 Partien in der nordamerikanischen Liga NHL. Hecht wurde mit den Adlern als Spieler dreimal deutscher Meister, Goc stand bei ihrem letzten Triumph 2019 mit auf dem Eis.

© dpa
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