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Defensiv hakt's: SC hofft auf Stabilität in Europa League

Der Traum vom Überwintern auf europäischer Bühne ist groß. Mit einem Sieg gegen den serbischen Club Bačka Topola würde der Traum des SC Freiburg in Erfüllung gehen. Es gibt aber auch ein Sorgenkind.
TSC Backa Topola - SC Freiburg
Freiburgs Nicolas Höfler in Aktion. © Tom Weller/dpa

Die defensive Stabilität ist dem SC Freiburg in dieser Saison abhandengekommen. Mal wird ein risikobehafteter Ausflug von Innenverteidiger Matthias Ginter bestraft, mal ein Standard trotz klarer Absprachen schlampig verteidigt und mal fehlt die Konsequenz im Zweikampfverhalten. Trainer Christian Streich begibt sich auf Spurensuche und hofft, dass seine Mannschaft im wegweisenden Heimspiel der Europa League gegen TSC Bačka Topola am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und RTL+) die zuletzt begangenen Fehler minimiert.

«Wir müssen mit mehr Seriosität, einer besseren Abstimmung und einer viel besseren Balance agieren», sagte der Coach am Mittwoch. «Wir haben gegen Topola im Hinspiel ein Tor bekommen, wo wir eigentlich gar nicht verteidigen, und kriegen in der Liga danach wieder Tore, wo wir sehr schlecht verteidigen. Es geht nicht, dass wir denken, dass wir nach einem 0:2 noch 3:2 gewinnen.»

Zahlen unterstreichen Streichs Sorgen. Kassierten die Freiburger in der Vorsaison nach drei Spielen in der Europa League, zwei Begegnungen im DFB-Pokal und zehn Partien in der Fußball-Bundesliga nur 16 Gegentore, wurden sie in dieser Spielzeit elfmal häufiger überwunden.

«Der Trainer hat in den letzten Tagen ganz oft von den Basics gesprochen: Kompaktes Verteidigen miteinander ist wichtig und wenn der Kollege patzt, dann muss im besten Fall der nächste da sein», sagte Mittelfeldspieler Nicolas Höfler. «Es ist extrem wichtig, dass wir defensiv besser stehen und Spiele mal zu null bestreiten. Dann schaffen wir es auch, weniger Ausschläge zu haben als in den letzten Wochen.»

Zwei Heimspiele haben die Freiburger zuletzt nicht gewonnen. Auf das Scheitern im DFB-Pokal am Zweitligisten SC Paderborn (1:3) folgte das spektakuläre Last-Minute-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach in der Liga (3:3). «Wir sind sehr kritisch mit unseren Ansprüchen und gegen Topola haben wir eine große Chance, wenn wir das Spiel gewinnen würden. Dann würden wir gut dastehen», sagte Streich.

Und zwar so gut, dass die Zugehörigkeit zu einem europäischen Wettbewerb im Frühjahr bereits gesichert wäre. Der Gruppendritte darf weiter in der Conference League antreten, der Gruppenzweite und -erste in der Europa League. «Das ist unser großes Ziel. Dafür haben wir alles getan und wir wollen unbedingt ein gutes Heimspiel abliefern», sagte Streich.

Der Coach schließt nicht aus, dass der eine oder andere junge Hoffnungsträger im Duell mit dem serbischen Vizemeister von Beginn an ran darf. Noah Weißhaupt sammelte mit einem Treffer und einer Vorlage gegen Gladbach Pluspunkte und Jordy Makengo feierte nach der Pause sein Debüt in der Bundesliga.

Da es auf nationaler Ebene am Sonntag gegen Pokalsieger RB Leipzig weitergeht, ist es für Streich wichtig, die Einsatzminuten zu verteilen. Auch gegen die spielstarken und temporeichen Sachsen dürfte die Defensive des Sport-Clubs wieder gefordert sein. Umso wichtiger wäre ein stabiler Auftritt für das etwas beeinträchtigte Selbstvertrauen.

© dpa ⁄ Maximilian Wendl, dpa
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