Zittersaison: Gewinner & Verlierer des VfB Stuttgart

16.05.2022 Den drohenden Abstieg aus der Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart verhindert. Viel aufzuarbeiten haben die Schwaben dennoch. Der Kapitän, sein Landsmann und der Sportdirektor dürfen sich zu den Gewinnern zählen. Ein Trio hat den Anschluss vorerst aber verloren.

Ein Spielball liegt auf dem Rasen. © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild

Zumindest kurzzeitig durften sich nach dem nervenaufreibenden Ende der Zittersaison beim VfB Stuttgart alle als Gewinner fühlen. Hinwegtäuschen konnten der rettende 2:1-Sieg gegen den 1. FC Köln am Samstag und der damit verbundene Klassenerhalt über die Probleme, die mancher Spieler des Fußball-Bundesligisten diese Saison hatte, aber nicht. Ein Überblick über die Gewinner und Verlierer.

Gewinner:

Wataru Endo: Dank seines Last-Minute-Rettungstores am Samstag hat der Kapitän seinen Platz in den VfB-Annalen sicher. Phasenweise wirkte der Mittelfeldmann, der mit Japan an den Olympischen Spielen in Tokio und zahlreichen Länderspielen teilnahm, in dieser Saison etwas überspielt. Pünktlich zum Finale war er aber wieder in Topform.

Hiroki Ito: Der Abwehrspieler kam vergangenen Sommer aus der zweiten japanischen Liga und war eigentlich für Stuttgarts Regionalliga-Team eingeplant. Als Marc Oliver Kempf (inzwischen bei Hertha BSC) verletzt ausfiel, kämpfte sich der 23-Jährige in die Profi-Startelf. Dort hatte er seinen Platz zuletzt sicher.

Borna Sosa: Der Linksverteidiger überzeugte wieder mal mit seinen gefährlichen Flanken und insgesamt acht Torvorlagen. Längst steht der Kroate bei etlichen Topclubs auf dem Zettel. Im Winter entschied er sich, zu bleiben, um mit dem VfB um den Ligaverbleib zu kämpfen. Nun gilt sein Abschied trotz Vertrags bis 2025 als wahrscheinlich.

Atakan Karazor: Der Defensivmann hat sich fest in die Stuttgarter Stammelf und darüber hinaus auch ins Blickfeld der türkischen Nationalmannschaft gespielt. Der 25-Jährige ist der zentrale Mann zwischen Mittelfeld und Abwehr. Auch seine Kämpfermentalität ließ den gebürtigen Essener diese Saison zu einem Publikumsliebling werden.

Sven Mislintat: Der Weg des Sportdirektors, auf viele junge Talente zu setzen, wurde mit zunehmendem Saisonverlauf immer kritischer beäugt. Mislintat blieb sich, seiner Idee und Trainer Pellegrino Matarazzo aber treu - und wurde dafür belohnt. Gemeinsam mit dem Coach brachte er das Team gerade noch rechtzeitig wieder in die Spur.

Verlierer:

Daniel Didavi: Der 32-Jährige spielte in seiner vermutlich letzten Bundesliga-Saison mit dem VfB so gut wie keine Rolle mehr. In den ersten zwölf Partien kam er noch zehnmal zum Einsatz, ab dem 13. Spieltag dann - unter anderem verletzungs- oder krankheitsbedingt - gar nicht mehr. Im Sommer läuft der Vertrag des Offensivmannes aus.

Mateo Klimowicz: Vergangene Saison kämpfte sich der Sohn des früheren Bundesliga-Stürmers Diego Klimowicz in die deutsche U21-Nationalelf und gewann mit dieser den EM-Titel. Diese Saison verlor er aber den Anschluss. Im letzten Saisondrittel stand der 21-Jährige kaum noch im Kader, spielte stattdessen mehrfach in der Regionalliga-Mannschaft.

Roberto Massimo: Auch beim rechten Flügelspieler blieb nach einer ordentlichen Vorsaison der nächste Schritt aus. Seit dem 18. Spieltag kam der 21-Jährige nur noch zu Kurzeinsätzen. Selbst nach dem Ausfall von Außenverteidiger Pascal Stenzel erhielt er im Saisonfinale keine neue Chance, stattdessen wurde ihm Erik Thommy vor die Nase gesetzt.

Tanguy Coulibaly: Dem Franzosen geht es ähnlich wie Klimowicz und Massimo. An die Leistungen aus der vergangenen Spielzeit konnte er nicht mehr anknüpfen. Die technischen Qualitäten des 21-Jährigen sind unbestritten, viele seiner Aktionen wirken aber nicht zu 100 Prozent durchdacht. In der Offensive war er zuletzt meist nur noch Reservist.

Wahid Faghir: Das 18 Jahre alte Sturmtalent konnte die Erwartungen bislang nicht erfüllen und brachte es in der Bundesliga erst auf sechs Kurzeinsätze. Nach seiner Ankunft wirkte der Däne zunächst nicht ganz austrainiert. In der Regionalliga traf er immerhin viermal. Vorige Woche musste er sich einer Meniskus-OP unterziehen.

© dpa

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