TSG spielt gegen den Abwärtstrend

Ein Sieg aus sieben Bundesliga-Spielen: Die TSG befindet sich in der Tabelle auf dem Weg nach unten. Coach Breitenreiter will den Trend stoppen - und spürt im Kraichgau weiter gute Stimmung.
Hoffenheims Grischa Prömel muss verletzt von Rettungssanitätern vom Platz getragen werden. © Tom Weller/dpa

Wenn Grischa Prömel nach seiner brutalen Knöchelverletzung schon nicht selbst mitspielen kann, könnte er für die TSG 1899 Hoffenheim wenigstens als Glücksbringer fungieren. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler ist inzwischen operiert und wurde am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen. Am Mittwoch soll er bei der TSG vorbeischauen, bevor die Kraichgauer am Abend (20.30 Uhr/Sky) bei Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt gegen den anhaltenden Negativtrend ankämpfen.

«Ich kann trotzdem sagen, dass wir eine sehr gute Atmosphäre haben. In so einen Prozess gehören auch mal Phasen, in denen man zurückgeworfen wird», sagte Trainer André Breitenreiter, als er auf die Stimmung im Club angesprochen wurde. Das 1:3 gegen RB Leipzig samt schwerer Prömel-Verletzung dämpfte die Laune bei der TSG zuletzt massiv. «Das ist eine Situation gewesen, die man nicht so leicht wegsteckt. Der Christoph Baumgartner war schwer gezeichnet, ihm tat das unendlich leid. Das war ein unglücklicher Unfall», sagte Breitenreiter. Baumgartner war mit Prömel unglücklich zusammengeprallt.

Die Englische Woche mit Spielen in Frankfurt und gegen den VfL Wolfsburg ist wichtig, um vor der langen WM-Pause den Kontakt nach oben zu wahren. Deshalb dürfte auch Vize-Weltmeister Andrej Kramaric eineinhalb Wochen vor WM-Beginn in die Startelf zurückkehren. «Er ist immer ein Thema für mich. Er ist ein fantastischer Spieler, natürlich ist er eine Option für das Spiel in Frankfurt», sagte der 49 Jahre alte Chefcoach. Kramaric saß gegen den Pokalsieger aus Sachsen zuletzt auf der Bank, was Breitenreiter nun mit taktischen Erwägungen begründete.

Kramaric und Georginio Rutter dürften im Sturm beginnen, dahinter wird noch ein Ersatz für den ausfallenden Prömel gesucht. Er und Baumgartner bildeten in der bisherigen Spielzeit dauerhaft das Offensivduo hinter den Spitzen. Für Breitenreiter gibt es mehrere Alternativen, auch ein mutiger Wechsel ist für ihn eine Option. «Vielleicht knalle ich einen ganz jungen Burschen rein», sagte der Coach. Auch Dennis Geiger könnte nach vorne rutschen, was Platz für Routinier Sebastian Rudy auf der Sechs machen würde.

Gegen den Europa-League-Sieger und Champions-League-Achtelfinalisten sind die Kraichaguer in jedem Fall Außenseiter. Frankfurts Turbo-Offensive mit Randal Kolo Muani und Jesper Lindström machte zuletzt mit viel Dynamik und großer Konstanz auf sich aufmerksam. «Wir müssen neidlos anerkennen, dass diese Mannschaften in Topform einfach weiter sind und wir noch nicht so weit sind, über 90 Minuten Paroli zu bieten. Eintracht Frankfurt spielt auch konstant auf hohem Niveau», sagte Breitenreiter. Er sei trotzdem der Überzeugung, «dass wir diesen Mannschaften in jedem Spiel gefährlich werden können.»

© dpa
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