Müde, aber vorfreudig: Matarazzo bekennt sich zu Stuttgart

20.05.2022 Baustellen gibt es beim VfB Stuttgart trotz der Last-Minute-Rettung genügend. Trainer Pellegrino Matarazzo geht die Herausforderungen an und bekennt sich zum Fußball-Bundesligisten. Wie es mit Sasa Kalajdzic und Borna Sosa weitergeht, bleibt dagegen weiter offen.

Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo feuert seine Spieler an. © Tom Weller/dpa

Die Saison war für den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart ein Balanceakt, die Vorbereitung auf die neue Spielzeit wird es aber auch. Trainer Pellegrino Matarazzo schwankt zwischen dem Wunsch nach Erholung und großer Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben. «Ich brauche diese Pause und ich glaube, dass mein Handy auch Urlaub braucht», sagte Matarazzo sechs Tage nach dem erreichten Klassenerhalt am letzten Spieltag am vergangenen Samstag.

Der Aufwand hat sich zwar gelohnt, ruhiger werden die kommenden Tage aber nicht. Die Kaderplanung beschäftigt Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat mindestens bis zum Start der Vorbereitung am 27. Juni. Im Fokus stehen der unter anderem vom FC Bayern München umworbene Sasa Kalajdzic und Borna Sosa. «Es ist kein Geheimnis, dass uns ein oder zwei Spieler verlassen werden, aber es ist noch nichts spruchreif», sagte Matarazzo. «Wir werden es hinbekommen, dass wir einen Kader mit einer guten Struktur stellen werden.»

Für Klarheit um seine eigene Person sorgte Matarazzo am Freitag selbst. Auch der 44-Jährige soll das Interesse anderer Clubs geweckt haben. Unter anderem wurde er beim Liga-Konkurrenten TSG 1899 Hoffenheim gehandelt, nachdem dort Sebastian Hoeneß entlassen worden war. «Ich glaube, ich muss diese Frage eigentlich nicht beantworten. Es war niemals eine Option, den Verein zu verlassen», sagte Matarazzo.

Anders stellt sich die Situation bei seinem Assistenten Peter Perchtold dar. Der bisherige Co-Trainer schließt sich dem neuen österreichischen Teamchef Ralf Rangnick an. Somit wird zumindest Perchtold ganz sicher weiter mit ÖFB-Angreifer Kalajdzic zusammenarbeiten.

Bleiben werden dagegen drei Defensivspezialisten. Bei Konstantinos Mavropanos griff durch den Ligaverbleib die Kaufpflicht, Atakan Karazors vorzeitige Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2026 wurde ebenfalls am Donnerstag vermeldet und Hiroki Ito überzeugte in seiner Debütsaison auf Anhieb. Beim Japaner zogen die Verantwortlichen am Freitag die Option. Er bleibt bis zum 30. Juni 2025.

Über Baustellen im Kader und im Umfeld wollte Matarazzo nicht sprechen, obwohl die Aufarbeitung mit dem Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle und Mislintat mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen wurde. «Es war ein Gespräch in guter Atmosphäre. Wir haben viele Themen bearbeitet», sagte Matarazzo ohne dabei ins Detail zu gehen.

Für ihn steht indes fest, dass die Bundesliga durch die Aufsteiger FC Schalke 04 und Werder Bremen an Attraktivität gewinnt. Auch der Hamburger SV könnte es noch schaffen. Durch die Rückkehr gestandener Clubs stehe der VfB aber auch vor noch größeren Herausforderungen, sagte Matarazzo.

Diesen wird er sich stellen. Vorher freut sich der Coach auf die Zeit mit seiner Familie. «Der Urlaub ist noch nicht geplant, vielleicht fahren wir nach Italien. Ich kann aber auch die Sonne auf der Terrasse genießen», sagte er. Die Kaderplanung wird er dabei nicht aus den Augen verlieren. Trotz Sommerpause bleibt kaum Zeit, um wirklich zur Ruhe zu kommen.

© dpa

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