Frustrierte Freiburger richten Blick nach vorne

Der SC Freiburg will sich von der ersten Pflichtspiel-Niederlage der Saison nicht herunterziehen lassen. Für Flutschfinger Flekken gibt es nach dem 1:3 gegen Dortmund viel Rückendeckung. In den kommenden Partien wollen die Badener auf ihre gute Leistung aufbauen.
Freiburgs Torhüter Mark Flekken (M) reagiert nach dem 1:1. © Tom Weller/dpa

Abhaken, weitermachen. Statt sich nach der bitteren 1:3 (1:0)-Niederlage gegen Borussia Dortmund allzu lange selbst zu bemitleiden, wollen sie beim SC Freiburg daran arbeiten, sich im kommenden Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart wieder für ihren Aufwand zu belohnen. «Es geht darum, wie du damit umgehst. Ob du die ganze Zeit darüber redest, wie unglücklich es war, oder ob du dich vorwärtsgewandt darum kümmerst, dass du wieder so eine Leistung zeigen kannst», sagte Trainer Christian Streich. «Es geht immer um die Haltung.» Die ist für die bevorstehenden Aufgaben in der Fußball-Bundesliga wohl besonders bei Torwart Mark Flekken gefordert.

Der Niederländer war am Freitag gegen Dortmund die tragische Figur des Abends, weil ihm ein vermeintlich harmloser Schuss von Jamie Bynoe-Gittens entglitt - und dem Sport-Club nach dem 1:1 durch den Engländer das Spiel. «Er hat einen Fehler gemacht, so wie wir alle Fehler machen. Kein Problem», sagte Streich und nahm den 29-Jährigen demonstrativ in Schutz. Genau wie die Fans, die den Pechvogel nach Abpfiff mit Sprechchören aufmunterten. Und wie Flekkens Teamkollegen.

«Wir stehen total hinter ihm», betonte Mittelfeldmann Nicolas Höfler. «Wir wissen um seine Qualitäten.» Im weiteren Verlauf der Spielzeit werde Flekken, der ansonsten ein sehr verlässlicher Keeper ist, diese sicher «wieder zeigen und uns viele Punkte retten», so Höfler weiter.

Die Freiburger waren drauf und dran, den BVB zum dritten Mal in Serie zuhause zu besiegen. Dass nach drei Dortmunder Joker-Toren in der Schlussviertelstunde die erste Pflichtspiel-Niederlage der noch jungen Saison stand, schmerzte die Badener sichtlich. «Fußball ist brutal», sagte Coach Streich, der «ein gutes Spiel» seiner Mannschaft gesehen hatte und mit deren Leistung «zufrieden» war. Nur eben nicht mit dem Ergebnis. Statt möglicher sechs hat der SC nach zwei Spieltagen nun drei Punkte. «Wir müssen mitnehmen, dass wir vieles richtig gemacht haben, und darauf aufbauen», sagte Routinier Höfler.

Mutmacher gibt es schließlich mehrere: Neuzugang Michael Gregoritsch hat in seiner zweiten Liga-Partie für die Breisgauer zum zweiten Mal getroffen. Auch gegen ein Top-Team wie Vizemeister Dortmund kann der SC vorne reichlich Chancen kreieren und hinten - auch dank des auf Anhieb wieder integrierten Rückkehrers Matthias Ginter - lange die ganz große Gefahr von sich fernhalten. In der Verfassung von Freitag ist mit dem Europa-League-Teilnehmer auch diese Saison wieder zu rechnen. Und laut Streich «die Wahrscheinlichkeit nicht gering», dass bald auch wieder Siege bejubelt werden dürfen. Die erste Chance darauf bietet sich im Landesduell mit Stuttgart am kommenden Samstag.

© dpa
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