Hoffenheim in Leverkusen: Duell der Meistertrainer

Das erste Auswärtsspiel mit Hoffenheim hat Breitenreiter in Mönchengladbach verloren, nun nimmt der neue Chefcoach der TSG 1899 Hoffenheim einen zweiten Anlauf - gegen einen Kollegen, mit dem ihn eine Meisterhistorie verbindet.
Hoffenheims Trainer Andre Breitenreiter gestikuliert. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in der Fußball-Bundesliga lernen sich die beiden Schweizer Meistertrainer der vergangenen Jahre endlich persönlich kennen. André Breitenreiter fordert am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit der TSG 1899 Hoffenheim auswärts Bayer Leverkusen und Gerardo Seoane. Während Seoane mit den Young Boys Bern 2019, 2020 und 2021 den Titel in der Super League gewann, folgte ihm Breitenreiter in diesem Sommer mit dem FC Zürich nach. «Ich hoffe, dass er - nach unserem Spiel - erfolgreich in Leverkusen sein kann», sagte der TSG-Coach am Donnerstag.

Der 48-Jährige kann die Partie wesentlich gelassener angehen als sein fünf Jahre jüngerer Kollege. Die Kraichgauer haben am Samstag beim 3:2 gegen den VfL Bochum ihren ersten Saisonerfolg gelandet; Leverkusen ist vor dem dritten Spieltag noch sieglos und war zuvor im DFB-Pokal beim Drittligisten SV Elversberg rausgeflogen.

«In der Schweiz genießt Seoane einen sehr guter Ruf. Wir kennen uns persönlich nicht, haben aber im letzten Jahr ein, zwei Mal Kontakt gehabt, wo wir uns unsere gegenseitige Wertschätzung versichert haben», berichtete Breitenreiter. Dies sei von dem Schweizer ausgegangen: «Das hat mich sehr gefreut.»

Breitenreiter hat zwar als Trainer des SC Paderborn, von Schalke 04 und Hannover 96 noch nie gegen Leverkusen gewonnen - in der BayArena aber auch noch nie verloren, wie er betonte: «Dafür fahren wir dort hin - um zu gewinnen.» Leverkusen sei zwar nicht gut in die neue Spielzeit gestartet, «aber wir wissen alle, dass das eine Mannschaft mit hoher Qualität ist. Es ist zu erwarten, dass sie gegen uns den Turnaround schaffen möchten.»

In Leverkusen kann der TSG-Coach wieder auf den zuletzt gesperrten Stefan Posch zurückgreifen, die Abwehrformation ist dennoch ungewiss. Als gesetzt gilt der zuletzt starke Ozan Kabak. Der ebenfalls neu verpflichtete Stanley Nsoki wurde gegen Bochum zur Halbzeit ausgewechselt, sein Trainer äußerte sich nach dem Spiel etwas unzufrieden über den vom FC Brügge gekommenen Franzosen.

Dies relativierte Breitenreiter nun. «Er hat sich früh im Spiel eine kleine Verletzung zugezogen und war dadurch extrem gehemmt.» Der 23-Jährige habe sich nicht getraut, sofort Bescheid zu geben. Wie weit die Oberschenkelblessur einen Einsatz Nsokis zulässt, ist noch offen. Erst seit Mittwoch wieder im Training wieder ist Abwehrchef Kevin Vogt, der gegen Bochum mit einer leichten Gehirnerschütterung raus musste. Weiterhin fehlt in der Defensive auch der erneut verletzte Kapitän Benjamin Hübner.

© dpa
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