Hoffenheim gegen Wolfsburg: Sturz in die Krise?

Verletzte und Rückschläge auf dem Platz: Breitenreiter gerät in Hoffenheim unter Druck und hofft auf das so wichtige Erfolgserlebnis vor der langen Winterpause.
Hoffenheims Benjamin Hübner spielt den Ball. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Im letzten Spiel vor der langen Winter- und WM-Pause ist Trainer André Breitenreiter bei der TSG 1899 Hoffenheim mächtig gefordert. Schafft der 49-Jährige den so dringend benötigten Sieg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den formstarken VfL Wolfsburg - oder stürzt er mit den Kraichgauern vollends in die Krise? «Schütteln und die Überzeugung auf den Platz bringen!», riet Breitenreiter am Freitag seinen Spielern.

In den vergangenen acht Begegnungen der Fußball-Bundesliga landete die TSG nur einen Sieg - beim 3:0 bei Schlusslicht Schalke 04 vor fast einem Monat. Unter der Woche wurden die Hoffenheimer bei der 2:4-Niederlage bei Eintracht Frankfurt mächtig durcheinander gewirbelt. Der Effekt des neuen Trainers ist jedenfalls verpufft, Ausfälle wie die von WM-Kandidat Grischa Prömel, der nach seiner Knöchelfraktur vier bis sechs Monate fehlen wird, und Munas Dabbur (Schulterverletzung) schwächen Breitenreiters Handlungsmöglichkeiten zusätzlich. Gegen die seit sieben Liga-Partien ungeschlagenen Wolfsburger fehlen voraussichtlich auch noch die erkrankten Sebastian Rudy und Stanley Nsoki.

«Wir haben zu wenig Punkte aus den vergangenen Spielen geholt. Uns muss es gelingen, dass wir uns schneller entwickeln und besser werden», forderte Kapitän und Torhüter Oliver Baumann nach dem jüngsten Rückschlag. Als Tabellenzehnter hat es seine Mannschaft jedenfalls erst mal aus den internationalen Plätzen gespült. Der Negativ-Lauf erinnert an jene Sieglos-Serie von neun Spielen zum Ende der vergangenen Saison, die den Club die Europacup-Teilnahme und Chefcoach Sebastian Hoeneß letztendlich den Job gekostet hatte.

«Wenn wir am Samstag tatsächlich das Spiel für uns entscheiden durch eine richtig gute Leistung, dann sind wir nach dem Spiel wahrscheinlich alle sehr glücklich», sagte Breitenreiter vor dem nächsten Auftritt im Sinsheimer Stadion. Dort hatte es zuletzt am 10. September beim 4:1 gegen den FSV Mainz 05 drei Punkte gegeben. «Ich bin sehr zuversichtlich, wir möchten unbedingt mit einem Erfolgserlebnis in die Pause gehen», betonte Breitenreiter und bemühte sich bei der Pressekonferenz um Gelassenheit. Erste Maxime sei es, wieder besser zu verteidigen.

Dass es für Breitenreiter bei einer weiteren Niederlage gegen die Wolfsburger, für den er von Januar 1998 bis November 1999 stürmte, ungemütlich werden könnte, weiß er selbst wohl am besten. Mehrheitseigner Dietmar Hopp hatte bei der Mitgliederversammlung im Sommer die Profimannschaft stark kritisiert und betont: «Ich bleibe dabei, dass wir das Potenzial haben, zu den sechs besten Mannschaften der Liga zu gehören.» Spitzenteams wie DFB-Pokalsieger RB Leipzig (1:3) oder Europa-League-Gewinner Frankfurt waren zuletzt jedenfalls eindeutig eine Nummer zu groß für die Kraichgauer.

© dpa
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