«Ein geiles Tor»: TSG und Baumgartner feiern in Leverkusen

Nach dem mühevollen Pokal-Weiterkommen und der Auftaktniederlage in der Liga geht es bei der TSG Hoffenheim aufwärts. Die Offensivspieler Baumgartner und Rutter lassen den Club von großen Zielen träumen.
Hoffenheims Christoph Baumgartner bejubelt sein Tor zum 0:1. © Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Seinen vielbeachteten Geniestreich feierte Christoph Baumgartner sogar selbst. «Ich stehe bei meinem Treffer mit dem Rücken zum Tor, habe aber nicht mehr viele andere Optionen. Ich habe dann versucht, ihn hart zu treffen, das hat super geklappt. Ich muss schon sagen: ein geiles Tor!», sagte der Torschütze der TSG 1899 Hoffenheim nach dem überzeugenden 3:0-Sieg am Samstag bei Bayer Leverkusen, den Baumgartner mit seinem Führungstreffer maßgeblich eingeleitet hatte.

Während Champions-League-Starter Leverkusen nach vier Pleiten in Serie schwer kriselt, geht es bei den Kraichgauern und dem neuen Trainer André Breitenreiter steil aufwärts. Bewies man beim 3:2 nach 0:2 gegen den VfL Bochum noch Moral, waren es diesmal vor 26 339 Zuschauern in Leverkusen spielerische Klasse und sehr sehenswerte Tore.

«Es war ein richtig guter Auftritt, auf den wir aufbauen können. Ich bin sehr zufrieden», konstatierte Breitenreiter. Neben Baumgartner hatte auch Vize-Weltmeister Andrej Kramaric getroffen - den tollen Schlusspunkt zum 3:0-Endstand setzte Georginio Rutter. «Zu so einem Sieg gehört dann ein gewisses Spielglück mit guten Balleroberungen und wunderschönen Toren», sagte Breitenreiter, dessen Team mit nun sechs Punkten gut in die Spielzeit gestartet ist.

Die Offensive ist dabei der größte Trumpf der TSG. Kramaric steht nach drei Bundesliga-Spielen bereits bei vier Scorerpunkten, die Dynamik von Baumgartner und die enorme Technik von Rutter macht den Angriff unberechenbar. «Es ist noch früh in der Saison, aber wenn wir das auf den Platz bringen, was wir heute gezeigt haben, dann haben wir gegen jeden Gegner eine Chance», sagte Baumgartner. Der Österreicher benannte damit auch das größte Manko der vergangenen Jahre: die fehlende Konstanz.

«Wir investieren alles, das wir haben, das lebt der Trainer vor. Wenn wir immer direkt zu 100 Prozent da sind, sind wir eine starke Mannschaft», sagte Baumgartner weiter. Breitenreiter hatte vor der Spielzeit den glücklosen Sebastian Hoeneß auf dem Trainerposten ersetzt und will die TSG zurück nach Europa bringen.

«Ich denke, dass der Sieg hochverdient ist. Meine Mannschaft ist geschlossen aufgetreten», sagte der 48-Jährige. Im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen Gerardo Seoane, der nach vier Niederlagen am Stück schon unter Druck steht, kann Breitenreiter relativ entspannt auf die nächsten Aufgaben blicken. Mit einem Sieg gegen den FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) könnten die Hoffenheimer sogar auf einen Champions-League-Platz springen.

© dpa
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