Rheintal-Projekt: Fünf Jahre nach Havarie in ruhige Bahnen

Licht am Ende des Tunnels: Nach vielen Verzögerungen soll der Tunnel der Rheintalbahn - wie zuletzt geplant - Ende 2026 in Betrieb gehen.
An der Tunnel-Baustelle in Rastatt sind die verbogenen Gleise abgesperrt. © picture alliance / Uli Deck/dpa/Archivbild

Fünf Jahre nach der Tunnel-Havarie der Rheintalbahn bei Rastatt ist das Bauvorhaben jetzt in ruhigere Bahnen gekommen. Nach aktuellen Angaben der Deutschen Bahn soll der Tunnel nach jahrelanger Verzögerung, wie zuletzt geplant, Ende 2026 in Betrieb gehen.

Am 12. August 2017 war es beim Bau der Unterquerung der bestehenden Rheintalbahn zu der Havarie im Tunnel gekommen. Die darüberliegenden Gleise sackten ab, der Verkehr stand für sieben Wochen still. Um den Schaden zu begrenzen, pumpten Arbeiter in höchster Not große Mengen Beton auf 160 Metern Länge in die Röhre, in der noch die millionenteure Tunnelbohrmaschine steckte.

Damit der Bahnverkehr möglichst wenig beeinträchtigt ist, hat die Bahn die Streckenführung geändert. Für den Weiterbau an der Oströhre hat die Bahn an Ostern eine wichtige Voraussetzung geschaffen: Die Gleise der Rheintalbahn in Rastatt-Niederbühl nehmen einen neuen Verlauf. Statt oberhalb der Oströhre fahren die Züge nun oberhalb des fertigen Rohbaus der Weströhre. Damit kann die Oströhre in offener Bauweise - also von oben - fertig gebaut werden.

Ab Mitte 2023 soll die einbetonierte Tunnelvortriebsmaschine freigelegt und abgebaut werden. Ende 2021 stellte die Bahn den Rohbau der Weströhre fertig, für die Oströhre ist dies bis Ende 2024 geplant. Danach soll der ursprüngliche Verlauf der Rheintalbahn wieder hergestellt werden.

Der Tunnel ist Teil des Aus- und Neubauprojekts der Rheintalbahn, eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im europäischen Eisenbahnnetz. Die Bahnverbindung zwischen Nordsee- und Mittelmeerhäfen soll durch das Projekt deutlich schneller und leistungsfähiger werden. Personenverkehr und Gütertransport waren während der Sperrung stark beeinträchtigt. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden soll in die Milliarden gehen.

© dpa
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