Wirtschaftsministerin will Krisen-Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld hat zahlreiche Jobs gerettet. Vor allem der erleichterte Zugang für die Betriebe. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) fordert, ihn zu verlängern.
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau von Baden-Württemberg, spricht. © Tom Weller/dpa/Archivbild

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) fordert eine Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld. Die CDU-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart, dass Kurzarbeitergeld und die im Zusammenhang mit Corona getroffenen Sonderregelungen hätten sich grundsätzlich sehr gut bewährt. «Sollte sich die Gasmangellage verschlechtern, werden wir erneut auf dieses Sicherungsinstrument angewiesen sein.» Die Bundesregierung müsse rechtzeitig die Weichen dafür stellen. Die erleichterten Zugangsvoraussetzungen laufen Ende September aus.

So wird Kurzarbeitergeld weiter bereits dann gewährt, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen ist. Sonst ist es ein Drittel. In einem Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verlangte die CDU-Politikerin zugleich, dass Kurzarbeit für mehr Weiterbildung genutzt werden sollte. Berufliche Qualifizierung sei angesichts des Fachkräftebedarfs ein ganz zentrales Thema, sagte sie. «Das hat in den letzten zwei Jahren nicht funktioniert.»

Nach Auffassung der Landeswirtschaftsministerin sind die Fördertatbestände im Gesetz nicht flexibel genug und müssen angepasst werden. «Insbesondere sind das Mindesterfordernis von 120 Stunden Weiterbildung und die Zertifizierungsvoraussetzungen für die Bildungsträger zu hoch angesetzt.»

Zugleich forderte Hoffmeister-Kraut, ein neues sogenanntes Krisenkurzarbeitergeld zu schaffen. Dadurch werde das konjunkturelle Kurzarbeitergeld wieder auf seinen Kern, einzelne Betriebe, die vorübergehend, im Sinne kurzer Dauer, von konjunkturellen Krisen oder unabwendbaren Ereignissen betroffen seien, fokussiert. «Dabei sollte auch das sehr aufwendige Verfahren, insbesondere bei der Abrechnung des Kurzarbeitergeldes, vereinfacht werden.» Die Abrechnungsprüfung in jedem Einzelfall und für jeden einzelnen Beschäftigten sei sehr zeitaufwendig und koste die Bundesagentur enorme Personalressourcen, die dann an anderer Stelle fehlten. «Mit einem Krisenkurzarbeitergeld könnten wir uns besser auf Krisenlagen einstellen.»

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Champions League: 0:2 in Porto: Seoane muss um Job bangen, Gerüchte um Alonso
People news
Rechtsstreit: Angelina Jolie erhebt neue Vorwürfe gegen Brad Pitt
Tv & kino
«Megalopolis»: Francis Ford Coppola holt Dustin Hoffman für Film an Bord
Musik news
Mit 90 Jahren: «Tochter eines Bergmanns»: Country-Star Loretta Lynn ist tot
Auto news
Flache Limousine: Möglichst wenig Widerstand: Hyundai fährt Ioniq 6 vor
Das beste netz deutschlands
Featured: iOS 16: So kannst Du das Suchfeld über dem Dock ausschalten
Job & geld
Statistik: Zahl der Lehramtsabsolventen nimmt etwas zu
Internet news & surftipps
Elektronik: Europaparlament macht Weg für einheitliche Ladekabel frei
Empfehlungen der Redaktion
Regional baden württemberg
Arbeitsmarkt: Arbeitsministerium pocht auf Umbau bei Kurzarbeitergeld
Regional baden württemberg
Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosigkeit im Südwesten steigt weiter
Regional baden württemberg
Landesarbeitsministerium: Ministerin kritisiert Wohnkostenregelung bei Bürgergeld
Regional baden württemberg
Wirtschaftspolitik: Land verlängert Corona-Hilfen für Dienstleistungsbranche
Regional baden württemberg
Wirtschaftsministerium: Ukraine-Flüchtlinge fit für Südwest-Arbeitsmarkt machen
Regional baden württemberg
Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit im Südwesten minimal gesunken
Regional baden württemberg
Wirtschaftsministerin: Hoffmeister-Kraut warnt vor wirtschaftlichem Abschwung
Regional baden württemberg
Arbeitsmarkt: Weniger Menschen im Südwesten ohne Job